Handball-Saisonstart

Ein Gewinn für beide Seiten – das ist Neuzuzug Sergio Muggli beim HSC Suhr Aarau

HSC-Neuzuzug Sergio Muggli in der Aarauer Altstadt.

HSC-Neuzuzug Sergio Muggli in der Aarauer Altstadt.

Sergio Muggli hat mit seinem Transfer von GC Amicitia zum HSC Suhr Aarau einen Schritt vorwärts gemacht. Die Aargauer sind wesentlich ambitionierter als die Zürcher. Der 26-Jährige soll beim HSC Spielmacher Tim Aufdenblatten entlasten.

«Ich wollte in meiner Karriere einen Schritt vorwärtsmachen!» Klare Ansage. Sergio Muggli hat den Wechsel zum HSC Suhr Aarau gut durchdacht. Er hat Ambitionen für seine Karriere und will diese im Team von Trainer Misha Kaufmann vorantreiben.

Die Richtung des Transfers stimmt schon einmal. Mit GC Amicitia, wo er in den vergangenen beiden Saisons gespielt hatte, kämpfte Muggli gegen den Abstieg. Beim HSC hingegen hofft er nun auf die Playoffs. Ein paar Monate ist es nun her, seit der 26-jährige Rückraumspieler beim Aargauer NLA-Klub einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat.

«Ich bin überzeugt von der Philosophie des Vereins und des Trainers», sagt Muggli, der seit Beginn der Saisonvorbereitung mit seinen neuen Mannschaftskollegen trainiert. «Ich habe schon enorm viel gelernt, seit ich hier bin. Und weil ich überzeugt bin, dem HSC ebenfalls viel bringen zu können, sehe ich meinen Wechsel als Gewinn für beide Seiten.»

Via Kadetten, 2. Bundesliga und GC zum HSC

Davon dürften auch die Verantwortlichen seines neuen Klubs überzeugt sein, haben sie den 1,77 Meter grossen und 84 Kilogramm schweren Spielmacher Muggli doch verpflichtet, um Co-Captain Tim Aufdenblatten in seinen Aufgaben zu entlasten und ihm mehr Luft zu verschaffen.

Sergio Muggli (M.) im Trikot von GC Amicitia: Mittendrin statt nur dabei.

Sergio Muggli (M.) im Trikot von GC Amicitia: Mittendrin statt nur dabei.

Muggli hat seine Profi-Karriere im Jahr 2012 im Dress der Kadetten Schaffhausen lanciert. Beim Schweizer Branchenprimus feierte er vier Meister- und zwei Cup-Titel. Zudem sammelte er Europacup-Erfahrungen. Auf die Saison 2017/18 kehrte Muggli nach einem fünfmonatigen Abstecher in die 2. Bundesliga zu seinem Jugendverein GC Amicitia zurück. Und jetzt also der Wechsel in den Aargau.

Vom Hochbauzeichner zum Lehrer

Muggli ist ein ruhiger Typ. Fragen beantwortet er präzise und mit Bedacht – ohne dabei lehrerhaft zu wirken. Und das, obwohl er im kommenden Sommer sein Primarlehrer-Studium an der Pädagogischen Hochschule Zürich abschliessen wird.

Nach der Lehre als Hochbauzeichner entdeckte Muggli während seiner Zeit bei den Kadetten den Lehrerberuf und entschied sich für eine Neuausrichtung. «Bei einem Praktikum im Kindergarten hat es mich gepackt. Den Kindern Wissen zu vermitteln, etwas für das Leben auf den Weg zu geben, das reizt mich schon sehr», sagt er.

«Kann mir gut vorstellen einmal nach Aarau zu ziehen»

Trotz seiner Affinität zu Kindern ist eigener Nachwuchs für Muggli derzeit noch kein Thema. Seine Freundin Nina van Polanen, die im NLB-Team des HV Olten spielt, wohnt noch bei ihren Eltern in Niederlenz. Auch Muggli lebt seit seiner Rückkehr aus Deutschland wieder in seinem Elternhaus.

Sergio Muggli: «Ich könnte mir gut vorstellen einmal nach Aarau zu ziehen. Das ist ein schönes Städtchen.»

Sergio Muggli: «Ich könnte mir gut vorstellen einmal nach Aarau zu ziehen. Das ist ein schönes Städtchen.»

Pläne für eine gemeinsame Wohnung gibt es derzeit noch nicht, allerdings: «Irgendwann einmal würde ich gerne mitten in der Stadt Zürich wohnen, aber ich könnte mir auch gut vorstellen zuerst einmal nach Aarau zu ziehen. Das ist ein schönes Städtchen.»

In Spanien geboren, in der Schweiz aufgewachsen

Die ersten drei Jahre nach der Geburt lebte Muggli zusammen mit seiner Familie im spanischen Fischerdorf Moraira an der Costa Blanca. 1996 kehrte Familie Muggli nach sieben Jahren am Mittelmeer in die Schweiz zurück. Sergio, der jüngste von vier Söhnen, noch zu klein, um sich aktiv daran zu erinnern.

«Wenn ich Verspätung habe, ist mein Geburtsland eine gute Ausrede. Sonst ist Spanien für mich in erster Linie eine schöne Feriendestination», sagt Muggli, der kaum Spanisch spricht.

Allerdings: Wie auch bereits zum Termin mit der «AZ» wird Muggli auch zum Saisonstart am Sonntag gegen Ex-Klub GC Amicitia (Anpfiff: 16 Uhr) nicht zu spät kommen. Zu gross ist die Vorfreude: «Ich mag es, gegen alte Kumpels zu spielen. Hoffentlich komme ich viel zum Einsatz.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1