Handball

Ein ganz spezieller Spieler-Typ

Mark Schelbert will mit einem Sieg gegen den RTV Basel in die Abstiegsrunde starten. (Bild: Archiv Wagner)

Mark Schelbert will mit einem Sieg gegen den RTV Basel in die Abstiegsrunde starten. (Bild: Archiv Wagner)

Der Muotathaler Flügel ist einer der Leistungsträger des HSC Suhr Aarau. Für den 25-Jährigen ist klar: Sein Team gehört in die höchste Spielklasse. Für Mark Schelbert und den HSC Suhr Aarau beginnt heute die NLA-Abstiegsrunde gegen den RTV Basel.

Die bisherige Saison der Aarauer Handballer war geprägt von wenig Höhen und vielen Tiefen. Zu den Höhen zählt sicherlich das 29:29 gegen den Fünften St. Otmar St. Gallen zum Abschluss der Hauptrunde. Im Hinblick auf die bevorstehende Abstiegsrunde definitv ein wichtiger Motivationsschub für die junge Equipe von Björn Navarin. Dennoch: Mit dem zehnten und damit drittletzten Rang stehen die Handballer vom HSC Suhr Aarau mit dem Rücken zur Wand. In der kommenden Abstiegsrunde treten die fünf schlechtesten Teams der Liga nochmals gegeneinander an. Der Letzte steigt ab, auf den Zweitletzten wartet die Barrage. «Das wird eine ganz harte Aufgabe. Jetzt müssen die Spieler über die gesamte Spielzeit vollen Einsatz geben. Das war bisher leider zu selten der Fall», warnt Mark Schelbert, der seit dieser Saison für den Schweizer Meister von 1999 und 2000 spielt.

Mit viel Risikon verbunden

In der Tat zeigen die Aargauer spielerisch oft gute Ansätze, verlieren in der Schlussphase jedoch immer wieder die Nerven. Es fragt sich: Ist das Team mit einem Altersdurchschnitt von 23 Jahren zu jung für diesen Druck? Schelbert winkt ab: «Natürlich ist mit einer jungen Mannschaft viel Risiko verbunden. Doch unser Potenzial ist offensichtlich. Darauf können und werden wir aufbauen.» Erster Gradmesser ist heute der direkte Konkurrent RTV Basel. Gegen die Basler hat Suhr Aarau am drittletzten Qualifikations-Spieltag auswärts mit 28:22 gewonnen. Ein gutes Vorzeichen fürs kommende Heimspiel im Aarauer Schachen.

Schelbert hat nicht das Profil eines klassischen Handballers. Er sei ein spezieller Typ von Spieler, sagt er. Und das ist gut so. Denn genau dieses Spezielle hat ihm kürzlich den Sprung ins Nationalteam ermöglicht: «Es gibt viele Handballer, die spielerisch besser sind als ich. Ich bin ein robuster Spieler, der vor allem auf gnadenlosen Kampf und Einsatz setzt. Das gibts in der NLA nicht oft.»

Wechsel in die Bundesliga

Nicht nur auf dem Feld zeigt Schelbert vollen Einsatz. Nebenbei studiert der ehemalige Flügelspieler des TV Endingen Sportwissenschaft im letzten Semester in Basel. «Während der Vorlesungen schweife ich oft ab und denke an Handball», lacht Schelbert. Grosse Zukunftspläne gibts bei ihm aber nicht. «Jetzt zählen nur der HSC und die Abstiegsrunde. Was danach kommt, wird sich zeigen». Sein grösstes Ziel wäre der Wechsel in die deutsche Bundesliga. «Doch das ist ein Bubentraum. Ich bleibe lieber Realist.»

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