NLA Frauen

Ein frustrierter Kampf gegen den Absturz - den man kläglich verlor

(archiv)

FC Aarau Frauen

(archiv)

Die FC Aarau Frauen verlieren ihr Spiel gegen Lugano Femminile auf dem Campo Cornaredo mit 0:7. Damit sieht die Lage in der „Mission Ligaerhalt“ für die Aarauerinnen sehr brenzlig aus. Im übernächsten Spiel wartet der Direktgegner im Kampf um den Abstieg: Yverdon.

Die Lage in der „Mission Ligaerhalt“ spitzt sich weiter zu. Statt wichtige Punkte gegen Lugano zu holen, verlieren die Aarauerinnen das Spiel mit 0:7. Für einmal ein Resultat, an dem es nichts zu bemängeln gibt. Lugano Femminile gewinnt das Spiel klar verdient.

Sponsored by

Die Partie, die es heute im Tessin zu sehen gab, war aus der Sicht eines Aarauer Fans alles andere als attraktiv. Die Aarauerinnen konnten kaum eine Chance erarbeiten. Normalerweise kann man aus allem etwas Positives sehen. Nicht aber aus der heutigen Partie. Was die Aarauerinnen zeigten war eine Leistung, die man im Profisport nicht dulden kann.

Der totale Absturz

Die Aarauerinnen starteten gut in die Partie. Doch leider nur das. Zu Beginn agierten sie aggressiv, kampflustig. Wollten den Ball um jeden Preis für sich erobern. Drückten aufs Tor. Doch leider nur in den ersten vier Minuten. Der Führungstreffer von Curtin in der vierten Minute leitete den Aarauer Absturz ein.

Nichts mehr gelang den Aarauerinnen. Was man folglich sah, war nichts anderes als ein frustrierter Kampf gegen den Absturz – den man kläglich verlor.  Praktisch jeder Ball der Tessinerinnen lag im Kasten der Aarauerinnen. Alle Tore resultierten aus individuellen Fehlern. Man erinnert sich an die schwache Hinrunde, in der es genau dieses Problem war, das es zu ändern gab. Zu Beginn der Rückrunde sah alles vielversprechender aus. Das Problem schien behoben. Und nun ein solches Spiel. Um das Spiel in einem Adjektiv zu beschreiben: peinlich.

NLA Frauen, 24.03.2018 FC Lugano Frauen – FC Aarau Frauen, 7:0 Jasmine Imboden

Das sagt Mittelfeldakteurin Jasmine Imboden nach dem Spiel.

Der Frust war ihnen anzusehen

Spätestens nach dem Pausenstand von 3:0 zugunsten des Heimteams war das Spiel gegessen. Als es dann in der 46. Minute im Kasten der Aarauerinnen wieder klingelte, war alles klar. Man sah den FCA-Frauen den Frust richtiggehend an. Und dieser Frust zeigte sich auch in der Spielweise. Die Aarauerinnen agierten aggressiv. Zu aggressiv. Zum Glück für die Aarauerinnen sahen sie nur zwei Mal gelb.

Auch fraglich ist die Einstellung des Schiedsrichters. Keine Nachspielzeit in der ersten oder der zweiten Halbzeit. Die Partie zu früh angepfiffen. Wieso? Um den Zug nach Hause nicht zu verpassen. Wenig Professionalität in der obersten Fussballliga der Frauen.

Es war alles in allem eine Partie, in der es aufseiten der Aarauerinnen nichts zu loben gab. Die FCA-Frauen brachten nichts zustande. Keine schönen Aktionen, keine Torchancen. Einfach nichts. Keine Spur von Willen, das Spiel zu gewinnen. Kein Kampfgeist. Um in der obersten Liga zu bleiben, muss sich das ändern. Mit einer solchen Spielweise ist man der obersten Liga nicht gewachsen. Nicht einmal im Ansatz.

Sponsored by

Lesen Sie hier das Spiel im Liveticker nach: 

Meistgesehen

Artboard 1