Handball

Ein Derby-Kampf bis aufs Blut

Zofingens Seppi Zuber war mitverantwortlich für den fulminanten Start und das erfolgreiche Offensiv-Spiel der Gastgeber.

Zofingens Seppi Zuber war mitverantwortlich für den fulminanten Start und das erfolgreiche Offensiv-Spiel der Gastgeber.

Zofingen entscheidet die NLB-Partie gegen Siggenthal/Vom Stein mit 29:26 für sich. Nachdem in der ersten Halbzeit die Gastgeber das Spiel machten, waren es nach der Pause die Gäste, welche die Thutstädter regelrecht überrumpelten.

Dass es in diesem Derby durchaus um etwas ging, zeigte sich an der Körpersprache von SCS-Coach Fabio Madia, der vor dem Spiel nervös auf und ab hüpfte. «Ich bin vor jedem Spiel angespannt. Aber SCS gegen Zofingen ist spätestens seit der letzten Saison (gemeinsamer Aufstieg) eine spezielle Angelegenheit. Der Sieger von diesem Spiel ist vorläufig die Nummer eins im Kanton auf der Stufe der NLB», sagte Madia vor dem Spiel.

Die SCS-Fans übertönten das Heimpublikum

In der ersten Halbzeit waren es die Gastgeber, die einen hervorragenden Auftritt hinlegten. Beinahe fehlerlos und mit gekonnten Angriffsvarianten verschafften sich die Thutstädter bald einen komfortablen Vorsprung. Zu diesem Zeitpunkt fanden die Gäste kein Rezept, um die Zofinger Angriffsmaschinerie zu stoppen. Die einzigen Siggenthaler, die sich gegen die Zofinger behaupten konnten, waren jene auf der vollbesetzten Tribüne. Die zahlreich mitgereisten SCS-Fans übertönten das Heimpublikum.

Es schien zu nützen. Vielleicht fand auch Madia die richtigen Worte in der Pause. Denn was die Siggenthaler nach dem Seitenwechsel zeigten, war richtig guter Handball. Die Gäste überrumpelten die Thutstädter regelrecht mit ihren schnellen, präzisen Angriffen. Das Umschalten von der Defensive ins Offensiv-Spiel gelang den Gästen zu diesem Zeitpunkt hervorragend. TVZ-Coach Samir Sarac ärgerte sich nach dem Spiel masslos: «Wir sind völlig unkonzentriert in die zweite Halbzeit gestiegen und haben innerhalb von wenigen Minuten alles verspielt.»

Handball TV Zofingen gegen Siggenthal Vom Stein

Handball TV Zofingen gegen Siggenthal Vom Stein - Siggenthals Sturm-und-Drang-Phase

Umkämpfte Schlussphase

Siggenthal glich aus, schaffte es aber nicht, sich abzusetzen. Die Zofinger erholten sich, sehr zur Freude des einheimischen Publikums, welches endlich erwachte. Nach einem Schuss von Manuel Gautschi wurde SCS-Goalie Schöpfer mitten im Gesicht getroffen. Das Spiel musste unterbrochen werden, um Schöpfers Nasenbluten zu stoppen. «Wir hatten keine Geduld im Abschluss. Wir konnten ausgleichen, aber nie überholen. Das nagt auch mental», analysierte Madia die Niederlage. Zofingen liegt nun auf dem fünften Platz. Siggenthal/Vom Stein hingegen ist nur noch einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt.

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