Faustball

Ein «cooles Zückerchen» zum Auftakt

Der STV Oberentfelden-Amsteg - hier im Bild Fabienne Fedier - will am Europapokal-Turner in Österreich befreit aufspielen.

Der STV Oberentfelden-Amsteg - hier im Bild Fabienne Fedier - will am Europapokal-Turner in Österreich befreit aufspielen.

Die NLA-Faustballerinnen des STV Oberentfelden-Amsteg spielen am kommenden Wochenende am Europapokal-Turnier in Österreich um den Titel der besten Clubmannschaft Europas.

Für die Faustballerinnen des STV Oberentfelden-Amsteg beginnt das neue Jahr gleich mit einem Paukenschlag: Die amtierenden Hallen Schweizer Meisterinnen, die in der laufenden Hallensaison mit fünf Siegen aus fünf Spielen souveräner Tabellenführer sind, nehmen am Wochenende am Europapokal-Turnier im österreichischen Arneit teil. Das bedeutendste internationale Clubturnier ist vergleichbar mit der Champions League im Fussball. «Es sind die Landesmeister aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am Start. Das sind im Faustball die drei klar stärksten Nationen Europas», erklärt Benjamin Marti-Suter, der die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg seit dieser Hallensaison betreut.

Nicht verstecken

Der neue Mann an der Seitenlinie hat ganz klare Vorstellungen, wie seine Mannschaft spielen und wohin die gemeinsame Reise gehen soll. «Wir wollen in der Schweiz zu dem Team werden, das es zu schlagen gilt. Das Potenzial dazu haben wir, aber wir müssen intensiv an der Fitness und an der Schlagkraft arbeiten, um es auch konstant abrufen zu können», so Marti-Suter. Und genau das tun seine Spielerinnen seit mehreren Monaten. Auch wenn sich die harte Arbeit in der laufenden Meisterschaft bisher ausbezahlt hat, ist für den ehemaligen NLA-Spieler Benjamin Marti-Suter klar: «Meine Spielerinnen haben bisher super gearbeitet, aber wir brauchen noch mehr Zeit, bis wir dort sind, wo wir hin wollen. Ein Jahr muss ich mir und dem Team dafür Zeit geben.»

So gesehen kommt das Europapokal-Turnier für die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg noch etwas zu früh. Nichts desto Trotz will sich die Equipe in Österreich von ihrer besten Seite präsentieren und sich vor der namhaften Konkurrenz keinesfalls verstecken. «Natürlich sind wir die Aussenseiterinnen, aber wir können unbelastet und mit viel Freude aufspielen. Unser Ziel ist es denn auch, unseren Halbfinal gegen Arneit zu gewinnen», gibt sich Marti-Suter kämpferisch. Doch auch er weiss, dass es dafür eine beinahe perfekte Leistung des ganzen Teams braucht, denn der österreichische Meister, der mit Magdalena Lindorfer die aktuell beste Angreiferin der Welt in ihren Reihen weiss, ist ein äusserst starker Gegner.

Fokus liegt auf der Meisterschaft

Am Freitag nimmt das Team die rund achtstündige Fahrt nach Österreich in Angriff. Da die Sporthallen über die Festtage geschlossen waren, konnte die Mannschaft in den letzten knapp vier Wochen bloss drei Mal gemeinsam trainieren. «Das ist natürlich nicht optimal, aber meine Spielerinnen haben über die Festtage individuell trainiert. Wir sind bereit, uns mit der internationalen Konkurrenz zu messen und zu sehen, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern können», so Marti-Suter, der den Europapokal als «cooles Zückerchen» bezeichnet. Das Hauptziel des STV Oberentfelden-Amsteg ist in diesem Winter der erneute Titelgewinn in der heimischen Meisterschaft. Warum also nicht am Europapokal-Turnier das nötige Selbstvertrauen tanken, um dann in der Meisterschaft erneut gross aufzutrumpfen.

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