Handball

Ein Abbild der gesamten Saison für den TV Zofingen

Kämpfen bis zum Umfallen: Trotz sieben Treffern von Alexander Milovanovic (liegend) ging der TVZ als Verlierer vom Feld.

Kämpfen bis zum Umfallen: Trotz sieben Treffern von Alexander Milovanovic (liegend) ging der TVZ als Verlierer vom Feld.

Der TV Zofingen unterliegt im Aargauer Derby dem TV Möhlin mit 25:28. Es war dies ein unerwartet enges Spiel zwischen den beiden Kantonsrivalen.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: Das gilt für den TV Zofingen bezüglich Abstiegskampf und das galt gestern auch im Derby gegen den Tabellenvierten Möhlin. Bis in die letzte Spielminute hatten die Einheimischen an der so willkommenen Überraschung geschnuppert. Doch, als die Schlusssirene ertönte, war es wie so oft in dieser Spielzeit: Der TV Zofingen hatte gekämpft und war lange in Schlagdistanz, nach dem Spiel blieb aber wieder nur die Enttäuschung. «Gegen Ende hat man gemerkt, dass bei uns die Luft draussen war», erklärte der gestern mit sieben Treffern erfolgreichste Zofinger, Alexander Milovanovic, «wenn bei uns noch der eine oder andere fehlt, reicht es von der Breite her einfach nicht.»

Dass es ein enges Aargauer Derby geben würde, war nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht unbedingt erwartet worden. Und die Startphase versprach auch nur ein Mindestmass an Spannung. Nach fünf Minuten führten die Möhlemer bereits mit 4:0 und es sprach wenig bis gar nichts gegen einen Kantersieg des Gastes. Doch mit dem Vorsprung im Rücken schalteten die Fricktaler bereits einen Gang zurück – und wurden dafür bestraft. Den Einheimischen gelangen fünf Tore in Folge, was nicht nur die erstmalige Führung bedeutete, sondern auch das Selbstvertrauen zurückbrachte. Fortan schafften es die Gäste nicht, wieder von Sparmodus auf Vollgas zu wechseln und es entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung. Keine der beiden Mannschaften vermochte sich bis zur Pause vom Gegner zu distanzieren, weshalb die beiden Equipen mit einem Remis (11:11) in die Pause gingen.

Das dürfte es dann aber gewesen sein für die Thutstädter!? Weit gefehlt, die Mannschaft von Trainer Zsolt Toth kam auch hungrig aus der Kabine. Langsam, aber stetig übernahmen die Zofinger das Zepter und konnten sich nach einer beinahe fehlerlosen Phase bis in die 40. Minute einen 19:16-Vorsprung erarbeiten. Unter der Regie von Alleinunterhalter Marcus Hock kamen die Möhlemer zwar wieder heran, doch die Thutstädter lagen bis in die 47. Minute in Front. Dann kam, was kommen musste. Beim TVZ wurden die Unkonzentriertheiten häufiger und die Abschlüsse ungenauer. Das machte sich der TVM, der zwischenzeitlich seine Nervosität nicht hatte verbergen können, zunutze und sorgte innerhalb von acht Zeigerumdrehungen für die Vorentscheidung. «Möhlin war heute sicher nicht viel besser als wir», sagte Alexander Milovanovic nach dem Vergleich mit seinem ehemaligen Team, «aber unsere Würfe waren am Schluss nicht mehr gut genug und wir haben die Big Points nicht gemacht.»

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