Hochzeit
Ein Aargauer Weltmeister kommt unter die Haube – Silvan Dillier heiratet eine zauberhafte Braut

Radrennfahrer Silvan Dillier und Cornelia Märki feierten in Wislikofen Hochzeit.

Rosmarie Mehlin
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Mit der Kutsche zum Standesamt: Veloprofi Silvan Dillier (links) mit seiner Braut Cornelia Märki. Rosmarie Mehlin

Mit der Kutsche zum Standesamt: Veloprofi Silvan Dillier (links) mit seiner Braut Cornelia Märki. Rosmarie Mehlin

Kälte und Nebel lagen über der Landschaft, und dennoch war es wie im Märchen, als ein wunderschön renovierter Glas-Landauer von 1897 – von Ehrendingen kommend – durchs Studenland rollte. Vorgespannt waren zwei Schimmel, Andiamo und Timmi, vom Zedernhof in Freienwil. Zweifellos waren sie besonders stolz auf diesen Einsatz, denn in der Kutsche mit Martin Suter auf dem Bock sassen der vielfache Schweizer-, Europa- und zweifache Weltmeister Velorennfahrer Silvan Dillier und die Fitness-Instruktorin Cornelia Märki. Ziel der Kutschenfahrt war Wislikofen; Ziel von Dillier und Märki war, im stimmungsvollen Sternenzimmer der Propstei den Bund fürs Leben zu schliessen.

Die zauberhafte Braut trug Weiss, wie es sich gehört. Das Kleid schulterfrei, aus Tüll mit wunderschönen Spitzenapplikationen und kleiner Schleppe. Ihr langes braunes Haar trug Cornelia asymmetrisch frisiert und am Hinterkopf zu kleinen Rosetten geflochten. Der Brautstrauss war aus Rosen und Astern in Hell- und Dunkelrosa gebunden. Der in Schneisingen geborene und aufgewachsene Bräutigam hatte sich für einen eng geschnittenen dunkelblau-karierten Anzug – mit weisser Rose im Knopfloch –, ein weisses Hemd mit Fliege, eine graue Stoffweste und braune Schuhe entschieden.

Ja-Wort im kleinen Rahmen

Vor der Propstei verabschiedeten sich die Brautleute von Kutscher Suter. Besonders herzlich tat dies Cornelia Märki, die als begeisterte Reiterin ihr Pferd «Cresta», ein Schweizer Halbblut-Fuchs, bei der Familie Suter im Stall vom Zedernhof in Freienwil eingestellt hat. Kaum ausgestiegen, wurden die Brautleute von Dilliers Cou-Cousin Roland Meier begrüsst. Der war zufällig vor Ort, da er als geladener Gast kurz zuvor an einer anderen Ziviltrauung teilgenommen hatte. Cornelia und Silvan hingegen hatten gewünscht, sich das Ja-Wort vor dem Gesetz im kleinstmöglichen Rahmen zu geben. So sassen nebst dem Brautpaar lediglich die beiden Trauzeugen vor der Zivilstandsbeamtin Silvia Hitz im Sternenzimmer: Nadine Märki aus Mandach, eine Kollegin der Braut, und Thomas Schwenk aus Lengnau, ein Schulfreund des Bräutigams.

Auf eine kirchliche Trauung hat das Paar verzichtet, nicht aber auf ein rauschendes Hochzeitsfest. Für den ausgiebigen Apéro, zu dem 230 Gäste erwartet wurden, und das nachfolgende Nachtessen mit 80 Geladenen war das Restaurant im Golfpark Otelfingen reserviert. Als Hochzeitsgeschenk hatte Petrus mit nachmittäglichem Himmelblau und Sonnengelb dem Paar schliesslich auch noch meteorologisch den schönsten Tag beschert.