Das letzte Spiel der Saison begann traditionsgemäss mit vereinsinternen Verabschiedungen und Ehrungen. Geschäftsführer Christian Villiger tat dies mit der gewohnten Souveränität. Die beiden Torhüter Christian Amrein und Dario Ferrante wurden humorvoll und mit viel Empathie verabschiedet. Amrein zieht nach zwei Jahren beim TV Endingen zum KTV Altdorf und Ferrante wechselt nach acht langen Jahren zum HC Suhr Aarau. Beiden Spielern wurde für den Einsatz mit viel Applaus gedankt.  

Ohne Biss und Kampfgeist

Manch ein Zuschauer schüttelte während des Spiels den Kopf. Die Endinger spielten anfänglich nervös und unkoordiniert. Schnell gerieten sie in Rückstand. Dieser Rückstand vergrösserte sich mit zunehmender Spielzeit immer mehr. Torhüter Amrein verhinderte ein grösseres Debakel, doch seine Vorderleute liessen ihn durch zahme Abwehrarbeit des Öfteren im Stich. So konnten die Gäste vom Zürichsee immer wieder Abpraller ungewohnt leicht verwandeln, weil die Defensive der Endinger sich zu langsam um diese Bälle kümmerte. 

Was in der Defensive oft chaotisch anmutete, wirkte im Angriff müde und ohne Taktik. Einzig Armin Sarac überzeugte des Öfteren aus der zweiten Reihe mit absoluten Hammergeschossen. Sonst versuchten es die Endinger immer wieder über den Kreisläufer. Doch Leonard Pejkovic wurde von seinen Bewachern sehr gut in Schach gehalten und kam viel zu selten wirklich an den Ball heran. 

Vereinsintern klappte die Ehrung der Helfer, denn hochverdient konnten Gisela Müller für die unermüdliche Vereinsarbeit hinter den Kulissen und Claudia Schurgast-Gloor für die umsichtige Führung des Kiosks gedankt werden. Bene Meier freute sich sichtlich über den guten Tropfen, den er für die professionelle Arbeit für die LED-Wand erhielt. Man darf sich auch in der kommenden Saison auf tolle Bilder freuen. 

Ehrung?

Wer von den Zuschauern sich auf eine schöne, ehrenvolle Zeremonie für die Medaillenübergabe des Erst- und Zweitplatzierten gefreut hatte, wurde bitter enttäuscht. Obwohl beide Mannschaften mit ihren Platzierungen seit Wochen feststanden und wirklich gute Leistungen auf dem Platz gezeigt hatten, hatte kein Funktionär des SHV (Schweizerischer Handball Verband) es für nötig empfunden, einerseits am Spiel beizuwohnen und andererseits beiden Teams die verdiente Wertschätzung entgegenzubringen.

Dieser Umstand führte zu Enttäuschungen und extremen Frustrationen bei manchen Spielern. Flugs wurde ein eigener Pokal gebastelt und dank gutem Teamgeist freuten sich die Jungs an der erbrachten Leistung. (cs)