Prominente Unterstützung, ein attraktiver Gegner und ein rekordverdächtiger Zuschaueraufmarsch – das Mise en Place war bereits vor der Partie gegen den drittplatzierten EHC Burgdorf angerichtet und liess manchem Zuschauer in der KEBA das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Die letzten Wochen trugen noch das ihre dazu bei: Seit fünf Spielen sind die Aarauer ungeschlagen und überraschten vor wenigen Tagen mit einem deutlichen Sieg über das zweitplatzierte Lyss. Mit entsprechend viel Elan und Aggressivität startete das Heimteam dann auch in die Partie. Nichts also mit ruhiger und friedlicher Adventszeit.

Defensive in Geschenklaune

Nicht ganz: Denn die Aarauer Defensive präsentierte sich bereits in Weihnachtslaune und verteilte grosszügig Geschenke. Erster Empfänger war Marco Dick, der drei Verteidiger zu Slalomstangen degradierte und via Pfosten zum 1:0 traf. Die Aarauer liessen sich durch den frühen Rückstand aber nicht verunsichern und nur knapp zwei Minuten nach dem ersten Treffer gelang Patrick Bula der Ausgleich.

Das Heimteam agierte auch in der Folge äusserst aggressiv, eine Flut an Fehlpässen und unerlaubten Befreiungsschlägen war die Folge; der erneute Führungstreffer der Berner die logische Konsequenz. Mit neuen Zutaten starteten die Aarauer ins Mitteldrittel: Die Distanzschüsse von Jann Falett und Raoul Dünser verfehlten das gegnerische Gehäuse nur knapp und Andrea Wegmüller testete mit seinem Hammer von der Grundlinie die Stabilität des Pfostens. Defensiv war aber weiterhin Geschenkelaune angesagt: Patric Buri schloss einen Konter seelenalleine vor dem bemitleidenswerten Goalie Marco Mathis zum 3:1 ab.

Prominenz bei Rekordaufmarsch

Zum Schlussdrittel gab es dann noch einmal etwas mehr Pfeffer in den Topf: Wälti, Bracher, Frei und Barz scheiterten der Reihe nach am gegnerischen Torhüter. Auf der anderen Seite zeichnete sich Mathis mit einem gehaltenen Penalty aus und ebnete seinem Team den Weg zu einer hektischen Schlussphase. Doch auch die lautstarke Unterstützung der rund 400 Zuschauer und ein sechster Feldspieler reichten nicht aus, um noch einmal an die Berner heranzukommen

Das Mise en Place neben dem Platz lief da schon wesentlich besser: Die Werbeaktion im Voraus hatte ihre Wirkung nicht verfehlt und sorgte für eine rekordverdächtige Kulisse. Doch auch die eingeladenen Gäste, ex-Bergeuropameister Fredy Amweg und Bachelor-Gewinnerin «Cam», konnten die Suppe nicht versüssen. Nach der Schlusssirene gab es dann für alle Spieler auch noch ein kleines Präsent: Geschenklaune in Aarau - symbolischer hätte das Ende nicht sein können.