Die Vorgabe für die Aarauer war klar: Will man weg vom sechsten Tabellenrang, müssen in den letzten drei Masterround-Partien so viele Punkte wie möglich ergattert werden. Entsprechend engagiert ging die Truppe von Patric With gegen das drittplatzierte Lyss ans Werk.

Die Adler waren die aktiviere Mannschaft und erarbeiteten sich in den ersten Minuten ein klares Chancenplus. «Ich war überrascht, wie gut die Jungs liefen. Nach dem harten Konditionstraining am Vortag, das wir im Hinblick auf die Playoffs absolvierten, hatten einige Spieler vor dem Spiel noch Mühe, die Treppe runter zu kommen», so Trainer Patric With.

Den ersten Treffer verbuchten die Aarauer in der 9. Minute. Oliver Beer kassierte eine 2-Minutenstrafe und weil mit Balsiger bereits ein Lysser auf der Strafbank sass, konnten die Aarauer in doppelter Überzahl agieren – allerdings nur neun Sekunden lang. Dies reichte dem Heimteam, um durch Daniel Eichenberger in Führung zu gehen.

Auch in der Folge waren die Adler das spielbestimmende Team, konnten aber keinen Profit daraus schlagen. Im Gegenteil: In der 15. Minute entwischte Krebs der Aarauer Hintermannschaft und versenkte den Puck zum 1:1-Pausenstand.

Der zweite Abschnitt verlief resultatmässig nach dem Geschmack der Aarauer. Zuerst traf Falett in der 26. Minute zum 2:1 und kurz darauf war es Neher, der eine sehenswerte Kombination erfolgreich abschloss.

Je länger die Partie dauerte, umso gefährlicher wurden die Lysser. Doch die Gastgeber überstanden die Druckphase des Gegners und retteten den Zwei-Tore-Vorsprung ins Schlussdrittel. Dort gelang Raoul Dünser gleich zu Beginn das entscheidende 4:1. Danach verwalteten die Aarauer den Vorsprung geschickt und liessen nichts mehr anbrennen.

«Das war ein typisches Kehrausspiel mit wenig Tempo», äusserte sich With nach der Partie kritisch. «Aber immerhin haben wir trotz ’pomadigen’ Beinen gewonnen und sind jetzt bis auf zwei Punkte an Platz fünf dran. Der Fahrplan für die Playoffs stimmt also», ist der EHCA-Trainer zuversichtlich.