Sportler von morgen
Durch ein Trikot kommt Nachwuchstalent Florian Suter zum Radsport

Der 17-jährige Florian Uter aus Egliswil träumt von einer WM-Teilnahme. Die Frage ist, in welcher Disziplin. Zurzeit fokussiert sich das Nachwuchstalent auf seine ersten Strassenrennen sowie auf die kommende Sommer-Bahnsaison.

Yvonne Stampfli
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Vielseitig: Florian Suter mit seinen zwei Lieblingsrädern.

Vielseitig: Florian Suter mit seinen zwei Lieblingsrädern.

Yvonne Stampfli

In dem 1100-Seelen-Dorf Egliswil ist Florian Suter aufgewachsen. Die Umgebung lädt geradezu ein, um sich im Freien respektive in der Natur aufzuhalten. Diese nutzt auch der 17-Jährige – meistens auf zwei Rädern.

Suter hat auf diese Saison vom Mountainbike auf das Strassen- und Bahnrad gewechselt. Letztes Jahr ist es ihm nicht so gut gelaufen und von seiner Körperstatur her neigt er eher zum Rennen auf Strassen. «Ich bin zu gross und zu schwer, um meine Masse auf die Berge hochzuschleppen», erklärt Suter schmunzelnd.

Eine Fahrradsammlung

Aufs Rad ist er durch Zufall gekommen. Eltern und Sohn besuchten zusammen die Velowerkstatt im Nachbardorf. Da entdeckte der Junge ein Trikot für 30 Franken, das ihm gefiel. Die Mutter sagte ihm, er könne es haben, wenn er einmal ins Radtraining komme. Dies tat der damals 6 Jahre alte Knabe und blieb dabei. Eine stolze Sammlung an Zweirädern führt er in der Garage des Einfamilienhauses der Familie Suter: je zwei Crosscountrybikes und Rennvelos, je ein Freeridebike, BMX und das Schulvelo seines Grossvaters. Zusätzlich kommt in Kürze das neue Bahnvelo dazu.

Er sammelt aber nicht nur Fahrräder, sondern auch Platten. Der aufgestellte 1,87 Meter grosse Blonde hört sehr gerne Musik. Ein grosser Fan ist er von Vinyl-LPs – Schallplatten. Mit seinem grossen Plattenspieler seiner Grossmutter hört er vor allem Aktuelles, lauscht aber auch gern mal die Musikzeiten seines Vaters – den Geschmack seiner Mutter mag der 17-Jährige eher nicht so. Wenn er mal wieder Geld hat, so kauft er sich selber eine Platte in Aarau. Ab und zu bestellt Suter sich auch eine Scheibe per Internet, aber er unterstützt lieber den Dorfladen.

Physiotherapie oder Sportstudium

In dem Häuschen im Aargau lebt der Radfahrer mit seinen Eltern und seiner 20-jährigen Schwester, Valentina. Auch eine Katze ist hier zu Hause, aber diese geht ihn nichts an. Wenn es nach ihm ginge, brauchte es keine Haustiere: «Ich habe nichts gegen Tiere, aber ich will mich nicht um solche Sachen kümmern müssen.»

Gegenwärtig besucht er die Sportklasse der Kantonsschule Aarau. Wie es beruflich weitergeht, weiss der Sternzeichen Widder noch nicht sicher. Suter pendelt zwischen Physiotherapeut und einem Studium in Sportwissenschaften, jedoch ist gerade der Physio Favorit. «Ich selber musste auch schon ein paar Mal zum Physio (Rücken, Knie, Finger) und es interessiert mich, was der Körper alles aushalten kann.»

Nebst seiner beruflichen Ausbildung will er aber auch Zeit seinem Hobby, dem Radsport, widmen. Wie viele Sportler träumt auch er von einer Weltmeisterschaftsteilnahme, aber er nimmt es gelassen und schaut mal, wie sich seine Karriere entwickelt. Zurzeit fokussiert er sich auf seine ersten Strassenrennen sowie auf die kommende Sommer-Bahnsaison. Sein nächste Rennen wird er am Wochenende in Deutschland (Dürren und Breisach) bestreiten.