1.Liga-Eishockey

Drei Punkte über die Ziellinie gerettet: Die Argovia Stars zittern sich gegen die Red Lions zum Sieg

Die «Sterne» holen sich die wichtigen drei Punkte gegen den Kantonsrivalen Red Lions Reianch.

Die «Sterne» holen sich die wichtigen drei Punkte gegen den Kantonsrivalen Red Lions Reianch.

Die Argovia Stars besiegen zu Hause in der Keba im Aargauer 1.-Liga-Derby die Red Lions Reinach nach einer 3:0-Führung knapp mit 3:2. Die Reinacher fanden trotz Unterlegenheit im ersten Drittel nach dem Anschlusstreffer zum 1:3 zurück in die Partie. Nichtsdestotrotz der Ausgleich der Gäste wollte nicht mehr fallen.

Nach 20 Minuten hatte sich die Sache eigentlich erledigt. Die Argovia Stars führten nach dem ersten Drittel des Aargauer Derbys gegen die Red Lions Reinach deutlich mit 3:0. Wobei das dritte Tor die spielerische Leichtigkeit des Seins der Sterne eindrücklich untermauerte.

Argovia-Topscorer Pascal Witter liess einen gegnerischen Verteidiger gekonnt aussteigen und spielte einen präzisen Pass auf seinen frei stehenden Sturmkollegen Michael Simmen, der den Puck nur noch ins leere Tor der Reinacher spedieren musste.

In diesem Moment hätte wohl keiner der 171 Zuschauer in der schmucken Keba damit gerechnet, dass in diesem Derby überhaupt noch so etwas wie Spannung aufkommen würde. Doch alle, die so dachten, machten die Rechnung ohne die roten Löwen aus Reinach.

Die Mannschaft von Headcoach Raphael Zahner liess sich durch die permanente Überlegenheit des Gegners nicht unterkriegen und kämpfte sich langsam, aber sicher, in die Partie zurück. Ohne allerdings wirklich nahe an einen Torerfolg zu kommen.

Wenn die Argovia Stars mit derselben Konsequenz des ersten Abschnitts weitergespielt hätten, dann hätten die Reinacher kaum noch einmal Morgenluft gewittert. Aber die Stars machten ihnen den gefallen, ihre Chancen nicht zu verwerten.

Und so brauchte es lediglich einen Gegentreffer der Wynentaler – Rosamilia traf kurz vor der zweiten Sirene –, um diesem Derby eine ganz neue Dynamik zu verleihen. «Wir hätten im zweiten Drittel weitere Tore erzielen müssen. So war zu befürchten, dass die Reinacher wieder ins Spiel zurückkommen würden mit diesem späten Treffer», ärgerte sich Argovia-Stars- Headcoach Roger Geber verständlicherweise.

Ungute Erinnerungen wurden geweckt 

Denn Gerber behielt mit seiner Befürchtung recht. Die Red Lions fassten neuen Mut und schafften durch Schlatter in der 44. Minute den Anschluss zum 2:3. Womit die Partie endgültig wieder lanciert war und bei den Argovia Stars plötzlich ungute Erinnerungen an das erste Derby der laufenden Saison aufkamen. 5:3 hatten die Reinacher das erste Aufeinandertreffen der beiden Aargauer Erstligisten gewonnen.

Entsprechend war die Souveränität bei den Sternen endgültig verschwunden. Die Beine wurden schwerer, die Pässe ungenauer und die Konzentration liess nach. Die Red Lions kamen dem Ausgleich einige Male bedrohlich nahe, schafften es jedoch nicht mehr, den sicheren Argovia-Goalie Fabio Meier zu bezwingen.

«Das Wichtigste ist, dass wir weitere drei Punkte auf unserem Konto haben», strich Gerber den aus seiner Sicht positivsten Aspekt des Abends heraus. In der Tat geht es für seine Argovia Stars primär darum, das grosse Saisonziel, die Playoff-Qualifikation, zu erreichen. Mit dem Sieg gegen die Red Lions Reinach rückten die Sterne temporär auf den sechsten Tabellenplatz vor, was gleichbedeutend mit der direkten Playoff-Quali wäre.

Am Samstag steht für die Gerber-Boys ein ganz wichtiges Spiel auf dem Programm. In Widnau trifft man auf den neuntklassierten SC Rheintal. Mit einem weiteren Vollerfolg könnte man sich dort wohl ein vorentscheidendes Polster erspielen. Dafür braucht es aber eine konzentrierte Darbietung über 60 Minuten. Ein gutes Drittel reicht selten.

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