Challenge Leauge

Drei Goalies kämpfen um die Nummer 1 im Tor des FC Aarau

Das FCA-Torhüter-Duo aus der Vorrunde, Steven Deana und Ulisse Pelloni, hat mit dem Zuzug von Routinier Francesco Russo einen neuen Konkurrenten erhalten.

Die Rechnung wäre so einfach gewesen. 36 Spiele hätte Ulisse Pelloni in der laufenden Saison absolviert. Doch schon alleine die Verwendung des Konjunktivs zeigt: Es kam eben nicht so, wie das der 21-jährige Tessiner und wohl auch ein Grossteil der Fans im Vorfeld dieser Saison erwartet hatten.

Pelloni war im Sommer 2014 als klare Nummer zwei hinter Joël Mall zum FCA gestossen. Nachdem Mall nach dem Abstieg der Aarauer aus der Super League im vergangenen Sommer zu den Grasshoppers wechselte, schien klar, dass Pelloni seine Nachfolge antreten würde.

Die neue Ausgangslage im Sommer 2015

Doch dreieinhalb Wochen vor dem Saisonstart verstärkte sich der FCA mit Sions Steven Deana. Von einem Tag auf den anderen war klar: Statt einer klaren Sache, gibt es einen Zweikampf um den Platz zwischen den Pfosten. Dieser ging in einer ersten Phase an Pelloni, doch Deana kam mit Fortdauer der Saison zu mehr und mehr Einsätzen. Schliesslich beendeten die beiden die Hinrunde mit 6 (Pelloni) beziehungsweise 13 (Deana) Meisterschaftseinsätzen in der Challenge League und je zwei Cup-Auftritten. Wobei Deana vor allem zum Saisonschluss hin die Nase mit vier Einsätzen in Serie vorne hatte.

Doch in der Winterpause wurde aus dem Zwei- ein Dreikampf. Grund dafür ist die vor knapp zwei Wochen erfolgte Verpflichtung von Francesco Russo. Der 34-jährige Routinier stiess nach zähen Verhandlungen gleichzeitig mit Stürmer Patrick Rossini vom FC Lugano ins Brügglifeld. Für das bisherige Goalie-Duo wurde eine Konstellation, die für beide Beteiligten eigentlich schon schwierig genug war, noch ein wenig komplizierter. «Die Situation hat sich dadurch schon etwas verändert. Aber schlussendlich will jeder spielen, jetzt gilt das halt einfach noch für einen weiteren Torhüter», sagt Pelloni. Ähnlich sieht es Deana: «Es bleibt im Grundsatz wie vorher. Jeder gibt im Training sein Bestes, will sich präsentieren. Man macht sich schon auch seine Gedanken. Aber schlussendlich gehört das im Fussballgeschäft einfach dazu.»

Wird Pelloni ausgeliehen?

Sowohl Deana als auch Pelloni haben sich mit der Situation abgefunden und versuchen das Beste daraus zu machen. Entsprechend ist die Stimmung unter den drei Konkurrenten trotzdem gut. Sie verstehen sich. «Das macht die Lage wenigstens nicht noch schwieriger», sagt Pelloni.

Da der Tessiner beim FCA noch einen Vertrag bis zum Sommer 2017 hat, ist durchaus denkbar, dass man für ihn eine geeignete Lösung suchen wird. Hier dürfte eine Ausleihe an einen Klub mit Torhüter-Bedarf im Fokus stehen. Denn wollen die Aarauer von Pelloni noch während der Laufzeit des aktuellen Vertrages profitieren, braucht er in den kommenden Monaten vor allem Spielpraxis.

Ponte: «Wir haben zugegriffen»

Die Klubführung ihrerseits hält sich in Sachen Torhüter zurück. «Wir hatten das Gefühl, dass wir zusätzliche Erfahrung im Tor brauchen können. Dann hat sich die Möglichkeit mit Francesco Russo ergeben und wir haben zugegriffen», sagt Sportchef Raimondo Ponte. Mehr gibt es von ihm zu dieser Thematik derzeit nicht zu erfahren.

Klar ist, dass Russo wohl kaum zum FC Aarau in die Challenge League gewechselt wäre, wenn er sich nicht gute Chancen auf Einsätze ausgerechnet hätte. Das sieht auch Pelloni so: «Er kommt sicher nicht, um zuzuschauen», sagt er. Klar ist aber auch, dass sich auch Russo zuerst im FCA-Tor beweisen muss. Einfach so wird ihm das bisherige Duo den begehrten Platz zwischen den Pfosten nicht überlassen.

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