Radquer
Drei Aargauer unter den ersten Zehn, aber Goldmedaille für den Altmeister

Die Aargauer Querfahrer schnitten an der Schweizermeisterschaft in Dagmersellen in der Elite-Kategorie gut ab. In dem von Lars Forster gewonnenen Rennen schafften gleich drei Aargauer den Sprung unter die besten zehn.

August Widmer
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In der Startphase der Querfeldein-Schweizermeisterschaft war Florian Vogel (links) mit Lars Forster in Tuchfühlung. Am Schluss holte sich Forster den Meistertitel und Vogel wurde als bester Aargauer Siebter.

In der Startphase der Querfeldein-Schweizermeisterschaft war Florian Vogel (links) mit Lars Forster in Tuchfühlung. Am Schluss holte sich Forster den Meistertitel und Vogel wurde als bester Aargauer Siebter.

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Mit der Spitze am längsten in Tuchfühlung bleiben konnte Florian Vogel. Der wie Severin Sägesser und Matthias Stirnemann für den RC Gränichen fahrende Vogel gehörte in der Anfangsphase der das Rennen dominiernden Achterspitze an. Auf dm schlammigen Parcours zog sich diese Spitze in dem zehn Runden dauernden Rennen von Umgang zu Umgang immer mehr in die Länge. Die entscheidenden Lücken entstanden allerdings nicht im Aufstieg zum «Chrüzberg». Die Abstände an der Spitze entstanden vielmehr in der Abfahrt vom höchsten Punkt des zum 40. Male ausgetragenen Dagmerseller Querfeldeins. Die schlammig gewordene Abfahrt forderte den Fahrern alles an Steuerkunst ab. Hier wurden die entscheidenden Differenzen geschaffen. Dies nicht nur gegen hinten. Sondern auch an der Spitze. Lars Forster, der am 2. Januar in Meilen als Dritter bereits bester Schweizer geworden war, überzeugte als bester Steuerkünstler. Er konnte in diesem Streckenabschnitt Titelverteidiger Julien Taramarzac um die am Schluss entscheidenden zehn Sekunden distanzieren.

Florian Vogel, der 2005 Querfeldein-Schweizermeister gewesen war, verlor in der Abfahrt den Kontakt zur Spitze und musste sich, obwohl zum voraus zu den Favoriten gezählt, am Schluss mit dem siebten Platz zufrieden geben. Seine Vereinskameraden Severin Sägesser und Matthias Stirnemann waren schlecht ins Rennen gestartet. In der Endphase vermochten sie zwar etwas Boden gut zu machen. Aber zu mehr als den Rängen acht und zehn reichte es ihnen nicht. Mit drei Aargauern, bezw. Gränichern, in den ersten Zehn des Elite-Feldes durfte sich das Ergebnis gleichwohl sehen lassen.

Heule holte «Aargauer Medaille»

Obwohl in Dagmersellen acht Meistertitel und Medaillensätze vergeben wurden, reichte es den Querfahrern aus dem Aargau letztendlich nur zu einer Medaille. Und auch dies war nur eine «halbe». Der für den VC Gippingen fahrende, jedoch im Kanton St. Gallen wohnhafte Christian Heule gewann überlegen das Rennen der Senioren. Der inzwischen 40-jährige Heule hat in seiner Aktivzeit zwischen 2004 und 2011 sechsmal den Elite-Titel geholt. Als 2006 in Dagmersellen das vorletzte Mal Querfeldein-Schweizermeisterschaften ausgetragen worden war, triumphierte Heule in der Hauptkategorie. «Dass mir nun in Dagmersellen der Titelgewinn bei den Senioren gelingen würde, ist natürlich speziell», freute sich Heule über den Erfolg.

Während die Aargauer in den Hauptkategorien zumindest medaillenmässig eher unten durch mussten, wartete bei den Schülern Fabian Weiss (Sulz) mit einem guten dritten Rang auf. Mit diesem Platz bewies Weiss, dass es im Aargau auch beim Nachwuchs eine Querszene gibt. Schade war nur, dass es ausgerechnet für die Jüngsten an der Meisterschaft weder Medaillen noch Titel gab.

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