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Drei Aarauer und ein Ziel: Sieg – die Revanche für das 1:2 muss her

Die Schweizer U21-Auswahl trifft in Baden auf Deutschland. Mit von der Partie sind auch drei Aarauer Talente, wer jedoch spielen wird ist noch offen.

Ruedi Kuhn
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Silvan Widmer im Kampf um den Ball gegen Deutschlands Karim Bellarabi.

Silvan Widmer im Kampf um den Ball gegen Deutschlands Karim Bellarabi.

KEYSTONE

Das Pech von FCZ-Abwehrspieler Loris Benito ist das Glück von Olivier Jäckle. Ursprünglich zählte der 20-jährige Innenverteidiger des FC Aarau nicht zum Aufgebot für die zwei Länderspiele der zukünftigen Schweizer U21-Auswahl gegen Deutschland und war nur auf Pikett. Weil sich Benito verletzungsbedingt abmelden musste, rutschte Jäckle nach. Trainer Pier Luigi Tami überbrachte dem FCA-Talent einen Tag nach dem 3:0-Sieg im Meisterschaftsspiel in Locarno die frohe Botschaft. «Ich konnte es zuerst kaum glauben», blickt Jäckle zurück. «Umso grösser war die Freude.»

Dass der Kampf um die zwei Plätze in der zentralen Abwehrreihe kein Zuckerschlecken ist, bekam Jäckle im ersten Spiel in Köln zu spüren. Arlind Ajeti vom FC Basel und Berat Djimsiti vom FC Zürich bekamen den Vorzug. Jäckle musste auf der Ersatzbank Platz nehmen. Ob er heute Abend im Stadion Esp in Baden von Beginn an spielen darf, steht in den Sternen. «Ich hoffe zumindest auf einen Teileinsatz», sagt Jäckle. «Für mich wäre es etwas ganz Besonderes, wenn ich im Esp gegen Deutschland in der Startelf mit dabei wäre. Schliesslich habe ich beim FC Baden meine Juniorenzeit verbracht. Das Ziel ist klar: Wir wollen für das 1:2 Revanche nehmen und gewinnen.»

Der Konkurrenzkampf in der neu formierten Schweizer U21 ist gross. Mit Saulo Decarli, der für den italienischen Serie B-Verein Livorno spielt, zählt ein weiterer Innenverteidiger zum Kader. Mal schauen, ob Tami Jäckle eine Chance geben wird. Um einen Platz in der Startformation kämpft mit Daniele Romano ein weiterer Aarauer. Der 19-jährige Mittelfeldspieler hat sich von einer Adduktorenverletzung erholt, wurde in Köln eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt und zeigte vielversprechende Ansätze. Bleibt FCA-Aushängeschild Silvan Widmer: Der Rechtsverteidiger steht aller Voraussicht nach vor seinem neunten Länderspiel für die U21. Mit seiner Leistung in der ersten Partie war er nicht ganz zufrieden. «Ich habe sicherlich nicht schlecht gespielt, konnte aber offensiv nur wenig Akzente setzen», übt der junge Mann aus Würenlos Selbstkritik. Das soll sich nun ändern. Anpfiff im Esp ist um 19 Uhr.

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