Vor zehn Jahren wechselte Naser Aliji vom Team Aargau in die Nachwuchsabteilung des FC Basel, schaffte dort gemeinsam mit Breel Embolo den Sprung ins Profiteam, galt einst als noch grösseres Versprechen als der heutige Schalke-Profi, wurde mehrmals Meister, spielte Champions League, wurde albanischer Nationalspieler, wechselte zum deutschen Kultklub Kaiserslautern und später nach Italien zum Dritlligisten Virtus Entella.

Seit Sommer ist Naser Aliji zurück in seiner Heimat. Aus traurigem Grund: Sein Vater war schwer krank, Krebs. Am vergangenen Sonntag ist er verstorben.

"Alles im Leben hat einen Sinn", sagt Aliji gegenüber "Blick", "im Sommer war ich erst enttäuscht, dass ich keinen Verein mehr hatte. Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich Zeit mit meinem Papa verbringen konnte. Es waren seine letzten Monate."

Wegen diffusen Berater-Geschichten erhielt Aliji im Sommer keinen Vertrag mehr in Italien, trotz Interesse mehrerer Klubs. Seit einigen Wochen trainiert der Linksverteidiger beim FC Baden, um sich fit zu halten. Sein Ziel ist ein Vertrag in der Super League oder bei einem ambitionierten Klub in der Challenge League.