Nach einer Saison wie der letzten dürfte die Hauptaufgabe des RHCV-Trainergespanns in der Vorbereitung darin bestanden haben, für den richtigen Hunger zu sorgen. Doch Sandro Moor verneint: «Nach der Sommerpause ist es jeweils kaum nötig, die Spielerinnen zu motivieren. Zudem freuen sich die Frauen darüber, dass der neue Männercoach Alejandro Rodriguez Fernandez jeweils auch im Training ist. Er zeigt uns neue Übungen und steht mit Tipps und Ratschlägen zur Seite.»

Ein anspruchsvoller Auftakt

Das ist ein Punkt, welcher die Vordemwalderinnen im Vergleich zur vergangenen Spielzeit noch stärker machen dürfte, ein anderer ist die Entwicklung der Jungen. «Sie drücken von hinten», sagt Sandro Moor. Abgänge hatte der RHCV im Sommer keine zu beklagen und mit Lea Hilfiker sowie Noelia Rüegger sind sogar noch zwei Nachwuchstalente zur Equipe gestossen.

«Sie werden im Auftaktspiel gegen Uri bereits zum Einsatz kommen», sagt Sandro Moor. Dies, obwohl Vordemwalds Trainer die Urnerinnen als einen der stärksten Gegner in dieser Saison einschätzt: «Sie haben ein junges, hart spielendes Team. Wenn wir aber bereit sind, bin ich sicher, dass wir sie schlagen werden.»

«Wir wollen auch in dieser Spielzeit den Meistertitel und den Schweizer-Cup-Sieg holen», sagt Sandro Moor, «ausserdem möchten wir europäisch eine Runde überstehen.»

Während der Trainer Sandro Moor also heute in die Spielzeit starten wird, dauert es für den Spieler Sandro Moor noch drei Wochen bis zum Auftakt mit seinem neuen Verein Weil am Rhein. Nach dem Abstieg der Vordemwalder in die Nationalliga B hat sich der Maurer aus Oftringen dazu entschlossen, den Verein zu wechseln.

«Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und wollte weiter in der NLA spielen», erklärt Moor, weshalb er neuerdings jeweils zweimal in der Woche den 35-minütigen Weg ins Deutsche auf sich nimmt. Dass er sich trotzdem noch in den Dienst des RHCV stellt, stand für ihn nie zur Diskussion. «Vordemwald ist mein Heimatklub», so Sandro Moor, «und nach einem so erfolgreichen ersten Jahr als Trainer kann ich mich doch nicht bereits wieder verabschieden.»