Schwimmen
Doppelter Aarefisch-Doppelsieg

Die beiden Aarefisch-Wasserspringerinnen Vivian Barth und Michelle Heimberg starteten mit der Schweizer-Elite an den Sommer-Schweizermeisterschaften in Thun.

Myrta Schneider
Drucken
Teilen
der Siegerehrung vom 1m-Brett mit Vivian Barth 2. Platz, Michelle Heimberg 1. Platz und Madeline Coquoz 3. Platz).

der Siegerehrung vom 1m-Brett mit Vivian Barth 2. Platz, Michelle Heimberg 1. Platz und Madeline Coquoz 3. Platz).

Myrta Schneider

Am Samstag stand für die beiden der Wettkampf vom 3m-Brett auf dem Programm. Im Vorkampf am Vormittag zeigten beide ein sehr ansprechendes Programm und belegten die Plätze 1 und 3, nur die Fribourgerin Madeline Coquoz schob sich zwischen die beiden. Im Finaldurchgang am frühen Nachmittag zeigte Michelle dann einen unglaublich starken Wettkampf.

Sprung um Sprung gelang ihr mit einer solchen Präzision und Sicherheit, so dass sie mit einer hohen Bewertung belohnt wurde. Für den 21⁄2 Salto rückwärts gehechtet (Schwierigkeitsgrad 3,0) erhielt sie dreimal die Note 8 und eine Punktzahl von 70,50 Punkte. Ihr „schlechtester“ Sprung (31⁄2 Salto vorwärts) wurde mit 54.60 Punkten bewertet; nur zwei ihrer Final-Konkurrentinnen (Vivian Barth und Jessica Favre) zeigten insgesamt drei Sprünge, welche besser als Michelles schlechtester Sprung bewertet wurden. Mit total 312.15 Punkten und einem Vorsprung von über 57 Punkten siegte Michelle somit überlegen vor ihrer Teamkollegin Vivian Barth, die im finalen Durchgang ihre Doppelpartnerin Coquoz noch auf den dritten Platz verdrängen konnte.

Am Sonntag fand der Wettkampf vom 1m-Brett statt. Mit dem 6. Rang und 201.05 Punkten konnte sich Vivian Barth gerade so für den Final der besten Sechs qualifizieren. Im Final gelangen ihr alle Sprünge deutlich besser, insbesondere der 21⁄2 Salto vorwärts, welcher ihr im Vorkampf misslungen war. So konnte sie sich an allen Konkurrentinnen vorbei auf den zweiten Schlussrang nach vorne verbessern. Nur ihrer Teamkollegin Michelle Heimberg musste Vivian auch vom 1m-Brett den Vortritt lassen. Diese zeigte zwar im finalen Wettkampf nicht mehr ganz die gleich guten Sprünge wie im Vorkampf, trotzdem reichte es immer noch deutlich für den ersten Platz und somit zum Meistertitel.

Während für Vivian Barth mit der Teilnahme an den Europameisterschaften in London der absolute Saison-Höhepunkt bereits vorbei ist, steht dieser für Michelle Heimberg noch bevor. Dank starker Resultate zu Beginn des Jahres konnte sie sich bereits in der ersten Junioren A Saison für die diesjährigen Junioren-Europameisterschaften vom 28. Juni bis 3. Juli in Rijeka (Kroatien) qualifizieren. Und vielleicht gelingt ihr dann dort einen Überraschungscoup und aufgrund der Rangierung eine Qualifikation für die im Herbst bevorstehenden Junioren-Weltmeisterschaften 2016 in Kazan (Russland).

Aktuelle Nachrichten