1. Liga

Doppelschlag entscheidet Kantons-Derby zugunsten von Muri

Muri schlägt Baden im Kantons-Derby der mit 2:0. Die Gastgeber führten die Entscheidung Mitte der zweiten Halbzeit mit einem Doppelschlag innert 5 Minuten bei. Damit klettert Muri in der Tabelle vorbei an Baden auf Rang vier.

Etwas mehr als eine Stunde ist im Aargauer Erstliga-Derby zwischen dem FC Muri und dem FC Baden gespielt, David Studer kommt an den Ball und dieser zappelt im Netz. Mit einem präzisen Schuss in die Ecke trifft er Murianer zum 1:0. Der Jubel ist grenzenlos.

Kurz darauf folgt die Erlösung. Die Gastgeber feiern erneut. Emir Sinanovic, der in der Vergangenheit auch schon für die Badener aufgelaufen ist, führt die endgültige Entscheidung herbei. Sein Schuss wird unglücklich von Pascal Stump abgefälscht. Für den Gäste-Schlussmann Predrag Pribanovic gibt es nichts zu halten. Bitter für den FC Baden, dem zwei Treffer wegen Abseits aberkannt wurde.

«Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Heute haben wir unser schönes Gesicht gezeigt. Die Revanche ist uns geglückt. Wir wollten diese drei Punkte unbedingt und haben sie uns hart erkämpft», sagte Muri-Trainer Beat Hubeli nach dem Spiel. Das sah sein Gegenüber Thomas Jent etwas anders: «Wir haben das Spiel im Griff und aus dem Nichts kommt das 1:0. Nach dem 2:0 war dann unser Glaube weg», meinte der Baden-Trainer.

Unnötige Gegentreffer

In einer ausgeglichenen und unterhaltsamen Partie standen vor allem die Torhüter im Fokus. Zu Beginn konnte sich Pribanovic mehrfach auszeichnen, danach rückte auch Muri-Goalie Reto Felder vermehrt ins Zentrum des Geschehens. Mit zahlreichen Paraden sicherte er seiner Mannschaft das 0:0 zur Pause.

In der zweiten Halbzeit hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können – mit dem besseren Ende für die Hausherren. «Wir wollten den Sieg mehr. Ich habe den Spielern vor der Partie gesagt: ‹Ein Spiel kann man nur spielen, einen Kampf kann man aber gewinnen.› Und diesen haben wir gewonnen», erklärte der Muri-Trainer.

«Wir bekommen wieder ein Tor, das man nie erhalten darf. Und auch der zweite Treffer war ein unnötiger. Der Aufwand stimmt einfach nicht», ärgerte sich Jent. «Bei jedem Abschluss war immer ein Bein dazwischen», fügte er an.

Muri nun vor Baden

«Wir haben gut begonnen und konnten viel Druck machen. Zu Beginn hatten wir mehr Ballbesitz und die besseren Chancen. Danach waren wir hinten etwas fahrlässig und so kamen sie gefährlicher ins Spiel. Nach der Pause waren wir wieder konzentrierter und haben uns das Tor erarbeitet. Der zweite Treffer war dann klar etwas glücklich», resümiert Hubeli das Aargauer Duell.

Mit diesem Sieg zieht der FC Muri am FC Baden vorbei und sichert sich Platz vier in der Tabelle. Mit einem Sieg im Nachtragspiel gegen Balzers könnten die Freiämter sogar den Anschluss an die Spitzenplätze herstellen. Baden hingegen wartet immer noch auf den ersten Dreier in der Rückrunde.

Muri – Baden 2:0 (0:0)

Brühl. – 680 Zuschauer – SR Hajdarevic, Schwizer, Aubry. – Tore: 67. Studer 1:0, 73. Sinanovic 2:0.

Muri: Felder; Hirschi (84. Matoshi), Müller (46. Nathan), Ludäscher, Zeqiraj; Hohl, Sinanovic (86. F. Tafa), Diethelm, Streuli; Studer, Koch.

Baden: Pribanovic; Matovic, Franek, Dedaj (46. Toni); Cardiello, Keranovic, Ladner, Stump; Ajredini (64. Lugo); Milicaj, Spielmann (84. Dakouri).

Bemerkungen: Muri ohne, Engel, Kohler (verletzt), K. Tafi, Gazsi, Taqaj, Ravelli, Stadelmann (abwesend). Baden ohne Rapisarda (gesperrt), Bijelic, Dzelili, Keller (verletzt), Weilenmann (Schule/Beruf), Muff (Aufbau). – gelb: 32. Franek (Foul), 72. Ladner (Handspiel), 78. Diethelm, 90. Keranovic (Foul). – 17. Tor von Franek wegen Abseits aberkannt. 86. Tor von Lugo wegen Abseits aberkannt.

Hier finden Sie den Liveticker zum Nachlesen:

Liveticker FC Muri - FC Baden 12.04.15

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