Dominik Gisler als Urgestein zu bezeichnen, mag etwas seltsam anmuten. Schliesslich ist der angehende Physiotherapeut erst 22 Jahre alt. Dennoch passt die Bezeichnung zum jungen Aussenverteidiger.

Mit sieben Jahren hat Gisler, dessen Vater noch immer im Dress der Lenzburger kickt, bei den Blau-Weissen mit Fussballspielen begonnen. Sämtliche Juniorenabteilungen hat er in Lenzburg durchlaufen und spielt seit fünf Jahren in der ersten Mannschaft.

So lange wie kein anderer Spieler des aktuellen Fanionteams. «Wenn ich nicht beim FC Lenzburg spielen könnte, würde mir definitiv etwas fehlen», sagt Dominik Gisler, der praktisch neben dem Fussballplatz wohnt. «Der Fussballplatz ist so nah, dass ich immer weiss, was hier läuft.» Für einen anderen Verein zu spielen, das kommt für ihn momentan nicht infrage. «Das habe ich mir noch gar nie überlegt. Ich bin hier zufrieden und kann mich fussballerisch noch immer weiter entwickeln. Es gibt also keinen Grund, weshalb ich wechseln sollte», so der 22-jährige. Dominik Gisler und der FC Lenzburg, das passt einfach.

Probleme zu Saisonbeginn

Beim FCL passte in der Vorrunde allerdings nicht alles wie gewünscht. Durch die vielen Veränderungen im Sommer – ein Drittel des Kaders wurde ausgewechselt und Trainer Andreas Hediger hat die Mannschaft von Herbert Koitzsch übernommen – dauerte es eine Weile, bis sich die Spieler gefunden hatten. «Wir haben nach der starken letzten Saison nicht an Qualität eingebüsst, aber es brauchte Zeit, bis die Automatismen wieder funktionierten», so Gisler.

Und obwohl die Lenzburger in den letzten drei Spielen vor der Winterpause sieben Punkte holten, überwinterten sie bloss auf dem neunten Rang mit nur vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. «Ich habe schon gedacht, dass die zweite Saison nach dem Aufstieg schwieriger wird, da wir von den Gegnern nicht mehr unterschätzt werden und bei uns die Aufstiegseuphorie etwas abgeflacht ist. Dass wir aber so weit hinten sind, hätte ich nicht gedacht», sagt Gisler.

Kein Training auf eigenem Rasen

Und so überrascht es denn auch nicht, dass sich der FC Lenzburg zum Ziel gesetzt hat, sich in der Rückrunde so schnell wie möglich aus dem Abstiegskampf zu verabschieden, und sich nach vorne orientieren will. Ein Rang in der oberen Tabellenhälfte sollte drin liegen, findet Dominik Gisler. Dafür haben sich die Lenzburger in einem Trainingslager in Spanien vorbereitet.

Und das war in diesem Jahr besonders wichtig, denn ausser in Spanien konnten die Lenzburger wegen den ungünstigen Wetterverhältnissen noch kein Training auf dem Rasen bestreiten. «Ich kann mich nicht erinnern, wann dies das letzte Mal passiert ist», sagt Gisler. «So schlimm ist das aber nicht, denn auch alle anderen Teams, die keinen Kunstrasen haben, konnten nicht richtig trainieren. Wir sind aber dennoch bereit für die Rückrunde.»