Im Hinblick aufs Eidgenössische in drei Wochen verzichtete ein grosser Teil der Aargauer Spitze auf einen Homberg-Einsatz. Nur die drei für Burgdorf qualifizierten Patrick Räbmatter, David Schmid und Stephan Studinger nahmen den Kampf um den prächtigen Lebendpreis «Palma» in Angriff. Weil Räbmatter zum Auftakt gegen Studinger «stellte», entschwand Schmid an der Spitze ab dem ersten Gang. Souverän besiegte er Gegner um Gegner, bis sein Tagessieg nach fünf überzeugenden Resultaten vorzeitig feststand.

Zurück nach Zwangspause

Der Wittnauer hatte sich Ende Juni am Niklaus-Thut-Schwinget in Zofingen im Schlussgang den Finger ausgerenkt. Die mehrwöchige Zwangspause warf ihn aus dem Rhythmus. «Doch jetzt bin ich formmässig wieder dort, wo ich zu Beginn der Saison stand.» Der Schlussgang vor 600 Zuschauern auf dem Homberg war blosse Zugabe. Sein Bruder Samuel Schmid bestritt die Endausmarchung als Zusatzgang und lag schon nach 54 Sekunden mittels Kreuzgriff platt auf dem Rücken.

«Ich hatte den Tagessieg im Fokus», erklärte David Schmid nachher. Nach dem Guggibad feierte er seinen zweiten Festsieg. Aber das grosse Saisonziel steht noch bevor. Im Hinblick auf das Eidgenössische hat er seinen Trainingsaufwand seit letztem Winter deutlich erhöht. Mit Trainings bei anderen Klubs versucht er, auf ein höheres Niveau zu kommen. Auf dem Homberg deutete er dieses an. Am nächsten Sonntag folgt auf der Schwägalp die nächste Bewährungsprobe.

Fricktaler Dominanz

Im Sog der Gebrüder Schmid gelang dem Schwingklub Fricktal beim Homberg-Schwinget ein weiteres Spitzenresultat für den Amag-Cup. Das Streichresultat eingerechnet, beträgt der Vorsprung in der Jahresrangliste der Aargauer Klubs nun schon siebeneinhalb Punkte. Damit sollte beim kantonalen Saisonabschluss am Samstag in Bad Zurzach nichts mehr anbrennen.