Judo
Domenik Wenzinger und Paphael De Moliner: Das starke Duo für den Titel

Domenik Wenzinger und Raphael De Moliner wollen heute in Brugg die Goldmedaille mit der Mannschaft holen. Es wäre ihre zweite nach der Einzel-SM.

Pia Schüpbach
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Kämpfen heute auf der gleichen Seite

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Aargauer Zeitung

Nach den Schweizer Einzelmeisterschaften feierten die Brugger Judokas, die eine Medaille gewonnen hatten, ihr Edelmetall im Ausgang. «Wir waren alle dabei», lacht Domenik Wenzinger. Denn sämtliche Kämpfer des JJJC Brugg hatten eine Medaille geholt. Gold gabs indes nur für Wenzinger in der Kategorie -90 kg und Raphael De Moliner bei den -73 kg.

Riesig war die Freude bei De Moliner. Zum einen feierte der 22-jährige Aarauer den ersten Titel bei der Elite, zum andern war er wegen einer Zerrung an der Schulter zwei Wochen vor der SM nicht mehr auf der Matte gestanden. «Darum war ich sehr baff, dass es gereicht hat.» Im Halbfinal hatte sein Klubkollege Martin Nietlispach den Dominator der letzten Jahre, David Papaux, besiegt. De Moliner seinerseits triumphierte im Final zum ersten Mal über Nietlispach.

Weniger überraschend kam der SM-Titel für den 23-jährigen Wenzinger aus Windisch. «Ich wusste, dass ich das Niveau habe, um zu siegen. Und meine Gegner habe ich zuvor alle schon mal geschlagen.»

Von ihrem Gold im Einzel soll heute auch die Mannschaft profitieren. «Ich nehme viel Selbstvertrauen mit an die Mannschaftsmeisterschaften, denn ich habe gewonnen, ohne eine Wertung abzugeben», sagt Wenzinger. De Moliner wird heute «mit den positiven Bildern im Kopf» kämpfen. Zudem weiss er jetzt, dass die Schulter wieder alles mitmacht.

Seriensieger Brugg gilt in der Mülimatt in Brugg/Windisch als Favorit auf den Meistertitel. Es wäre bereits der Achte. Als gefährlichsten Gegner erachten De Moliner und Wenzinger Halbfinalgegner Regensdorf mit seinen zwei deutschen Leichtgewichtskämpfern. Gegen Ippon St. Gallen hat der JJJC Brugg in dieser Saison einmal verloren. Als viertes Team kämpft Yverdon in der Nationalliga A um Meisterehren.

De Moliner und Wenzinger geben sich nicht einfach mit dem Einzeltitel zufrieden, die Mannschaft zählt für sie genauso. «Auch wenn meine Goldmedaille im Einzel etwas vom Grössten ist, was ich in meiner Judokarriere erlebt habe, ist ein Kampf mit der Mannschaft noch etwas emotionaler», sagt Raphael De Moliner. «Besonders, wenn man zusammen feiern kann.» Er hofft auf einen Hexenkessel zu Hause. Domenik Wenzinger betreibt einen Einzelsport, weil «ich genau weiss, wie hart ich arbeite. Ich würde mich nerven über Teamkollegen, die nicht alles geben.» Aber beim JJJC Brugg ist alles anders: «Da denken alle gleich. Da wollen alle gewinnen.»