Wieder klappte es nicht mit dem Sieg. Zum vierten Mal in Folge müssten die Damen des FC Aaraus ohne Punkte im Gepäck nach Hause. Diesmal gegen den Tabellenzweiten, das Frauenteam Thun Berner-Oberland. So klar, wie das Ergebnis in Anbetracht der Ausgangslage erscheint, war das Spiel aber keinesfalls. Ganz im Gegenteil:

Trotz eisigen Temperaturen am Samstagabend, heizten die FCA-Frauen dem Gegner aus dem Bernbiet zu Beginn der Partie mächtig ein. Sichtbar wurde die Angriffslust spätestens in der sechsten Minute, als Lara Zürcher das Heimteam zur frühen 1:0-Führung schoss.

Thunerin trifft viermal

Die Antwort der Gäste liess aber nicht lange auf sich warten. Nur drei Minuten später schoss Thomann den Ausgleichstreffer. Die Thunerin war in Fahrt. In den nächsten 90 Minuten schoss sie noch drei weitere Tore. Die blieben auch beim Stand von 1:3 energisch und versuchten immer wieder Chancen herauszuspielen, was ihnen auch gelang: Zürcher schoss in der 75. Minute per Penalty das 2:3 und Locati in der 88. das 3:3. Den Führungstreffer schoss die Vierfachtorschützin erst in der Nachspielzeit.

Fabia Reinschmidt, FCA-Frauen - Thun, 08.12.2018

Fabia Reinschmidt, FCA-Frauen - Thun, 08.12.2018

Fabia Reinschmidt

Abgesehen von einer passiven Phase gegen Ende der ersten Halbzeit kann man also getrost sagen, dass die Aarauerinnen im letzten Spiel des Jahres noch Mal richtig Gas gegeben haben. Obwohl man den jungen Spielerinnen die Müdigkeit zum Teil deutlich angesehen hat.

Eine von ihnen stach besonders heraus: Die erst 15-jährige Fabia Reinschmidt stand im Spiel gegen Thun zum ersten Mal in der Startaufstellung – und enttäuschte nicht. Der Youngster wahr an vielen Offensivaktionen beteiligt.

Schneiders Paraden

Noch involvierter war sicherlich Jil Schneider. Der Goalie der FCA-Frauen machte trotz drei Gegentoren eine überaus gute Figur. Die aggressive und ausgeglichene Partie bot kaum Verschnaufpausen für die Aarauer Torhüterin. Gleich zweimal setzte sie zur Parade an, was ihr reichlich Applaus aus den Zuschauerreihen einfuhr.

 Alles in Allem kann man sagen, dass sich die Aarauerinnen mit einer soliden Leistung, die letzten Endes leider nicht belohnt wurde, in die Winterpause verabgeschieden hat. Bleibt zu hoffen, dass die Müdigkeit der Spielerinnen über die Festtage verfliegt und die Punkte ihren weg auf das Konto der FCA-Frauen findet.