NLA-Handball
Diskussionsloser Heimsieg gegen das Schlusslicht: Der HSC Suhr Aarau besiegt den RTV Basel mit 33:20

Der HSC Suhr Aarau besiegt Tabellenschlusslicht RTV Basel zu Hause souverän mit 33:20. Für die grössten Probleme beim Heimteam sorgte vor 1027 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Aarauer Schachenhalle die Aussprache des Namens von Neuverpflichtung João Ferraz.

Dean Fuss
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HSC-Flügel Timothy Reichmuth verbuchte beim 33:20-Sieg gegen den RTV Basel zwei persönliche Erfolgserlebnisse.
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HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten war bei sieben Wurfversuchen fünf Mal erfolgreich.
Neuverpflichtung João Ferraz zeigte ein ansprechendes Debüt und erzielte acht Treffer.
Impressionen: HSC Suhr Aarau - RTV Basel (03.11.2019)
Leo Grazioli, die nominelle Nummer 3 im HSC-Tor, erhält rund 20 Minuten Einsatzzeit und weiss mit 5 Paraden und einer Abwehrquote von 50 Prozent zu überzeugen.
HSC-Flügel Jan Peter steuerte einen Treffer zum deutlichen Sieg bei.
Diogo Oliveira, der sechs Treffer verbuchte, musste nach einem Schlag auf den Kopf wegen einer Platzwunde verarztet werden.
Der Portugiese Diogo Oliveira in Diensten des HSC Suhr Aarau in Aktion.
HSC-Rückraumspieler Sergio Muggli wird beim Abschluss gestört.
HSC-Portugiese Diogo Oliveira erhält zwischendurch einen Schlag auf den Kopf, drückt der Partie aber auch seinen Stempel auf.
HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (l.) lässt sich von seinem Gegenspieler nicht stoppen.
HSC-Neuverpflichtung João Ferraz (hinten) im Abschluss.
HSC-Topskorer David Poloz ist auch gegen den RTV Basel in Torlaune.
Neuverpflichtung João Ferraz zeigte ein ansprechendes Debüt und erzielte acht Treffer.
Die Basler Defensive kann HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten (M.) auch mit vereinten Kräften nicht stoppen.

HSC-Flügel Timothy Reichmuth verbuchte beim 33:20-Sieg gegen den RTV Basel zwei persönliche Erfolgserlebnisse.

Alexander Wagner

Nur 2:45 Minuten dauert es, bis der Speaker in der Schachenhalle Neuverpflichtung João Ferraz ein erstes Mal als Torschützen für den HSC Suhr Aarau vermelden darf: «... mit der Nummer 9, Schoao Furrasch», hallt es aus den Lautsprechern.

Nach Ferraz’ drittem Treffer sieht sich dessen Teamkollege Diogo Oliveira gezwungen, den Speaker zu korrigieren: Aus «Furrasch» wird nach dem Input des Portugiesen der fast korrekte «Ferrasch».

Darauf angesprochen, kann sich Ferraz ein Lächeln nicht verkneifen. Er hat aber auch Verständnis für den Speaker: «Das ist kein Problem. Portugiesisch ist nun einmal in der Aussprache nicht so einfach», sagt der 29-jährige Rückraumspieler.

Die Partie war schon sehr früh entschieden

Dass wir uns an dieser Stelle derart ausgeprägt mit einem solchen Nebenaspekt beschäftigen können zeigt vor allem eines: Der Verlauf der Partie zwischen dem HSC und dem RTV Basel gab nicht viel her.

20 starke Minuten von Grazioli

Leo Grazioli, die nominelle Nummer 3 zwischen den Pfosten des HSC Suhr Aarau, kam beim deutlichen Sieg gegen den RTV Basel zu seinem zweiten längeren Einsatz für den HSC. Der 18-Jährige wusste in den rund 20 Spielminuten mit fünf Paraden und einer Abwehrquote von hervorragenden 50 Prozent durchaus zu überzeugen. «Das war ein sehr geiles Gefühl. Es ist cool vor so viel Publikum zu spielen», kommentierte Grazioli sein Heimdebüt. Erfreut über die Leistung des jungen Torhüters zeigte sich auch Trainer Misha Kaufmann: «Er hat ein paar ganz wichtige Paraden gezeigt. Er ist auf einem guten Weg und genau so muss er weiter machen.» (dfs)

Das Tabellenschlusslicht hatte dem Spiel des Heimteams kaum etwas entgegenzusetzen. Nach zehn Minuten führte der HSC mit fünf, zur Pause mit neun, später mit zwölf Treffern Vorsprung. Am Ende waren es deren 13. Allerdings: Das Resultat hätte noch viel deutlicher ausfallen können. Deshalb zeigte sich HSC-Trainer Misha Kaufmann auch etwas angefressen: «Mit der zweiten Halbzeit bin ich überhaupt nicht zufrieden, da hat es meine Mannschaft zu locker genommen.»

Ferraz mit acht Treffern beim Debüt

Auch bei Ferraz schlich sich nach starkem Start der eine oder andere Fehler ein. Dennoch unterstrich der Portugiese mit seinen acht Treffern aus 14 Wurfversuchen viele der Attribute, mit denen er im Vorfeld angekündigt worden war, bereits bei erster Gelegenheit: Er zeigte sich wendig, versuchte seine Mitspieler in Szene zu setzen und brachte viel Wucht ins HSC-Offensivspiel.

Ich brauche sicher noch ein wenig Zeit, um hier ganz anzukommen. Aber es gefällt mir sehr gut. Jeder versucht dafür zu sorgen, dass ich mich hier gleich wie zu Hause fühle

(Quelle: João Ferraz, HSC-Neuverpflichtung)

«Nach nur zwei Trainings mit dem Team war es hart. Ich brauche sicher noch ein wenig Zeit, um hier ganz anzukommen. Aber es gefällt mir sehr gut. Jeder versucht dafür zu sorgen, dass ich mich hier gleich wie zu Hause fühle», sagt Ferraz, der erst am Donnerstag aus Wetzlar in den Aargau gekommen ist und deshalb aktuell noch im Hotel wohnt.

Am kommenden Sonntag mit «Frasch» gegen GC

Am kommenden Sonntag empfängt der HSC in der Schachenhalle GC Amicitia(Anpfiff: 16 Uhr). Das gibt auch dem Speaker die Gelegenheit, sein grösstes Problem zu lösen, und Ferraz korrekt als «Frasch» – so spricht es Ferraz selber aus – auszurufen.

Telegramm

Suhr Aarau - RTV Basel 33:20 (18:9)

1027 Zuschauer. – SR Jergen/Zaugg. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau. 1-mal 2 Minuten plus 1 rote Karte (Skusa) gegen RTV Basel.

Suhr Aarau: Marjanac/Grazioli; Müller, Reichmuth (2), Hofer, Da Silva Ferraz (8), De Abreu Oliveira (6/4), Aufdenblatten (5), Rohr, Laube, Muggli (1), Brandt, Poloz (9), Peter (1), Strebel, Slaninka (1).

RTV Basel: Willimann/Wipf; Voskamp (1), Langhein (3), Berger, Ebi, Jurjevic (2), Butt (1), Basler (2), Ahmetasevic (3), Skusa (3), Attenhofer (1/1), Krause (4).

Verschossene Penaltys: 1:1.

Sie haben die Partie verpasst? Sehen Sie sie hier in der Aufzeichnung des Livestreams nach: