Handball

Dimitrij Küttel rangiert in seiner Altersklasse mitten in der Weltelite

Dimitrij Küttel ist kaum zu halten.

Dimitrij Küttel ist kaum zu halten.

Der Aarauer Dimitrij Küttel rast in atemberaubender Geschwindigkeit von einem Karriere-Eckpunkt zum nächsten. Am Dienstag kann er mit den Kadetten Schaffhausen seinen ersten «echten» Schweizer Meistertitel feiern.

Am Pfingstmontag endete die Abstimmungsperiode zum «World Young Player» der Saison 2014/15, zu welcher der 21-Jährige von Fachjournalisten aus elf Ländern (kein Schweizer in der Jury!) nominiert wurde. Dank seinen starken Auftritten auf der europäischen Bühne war Küttel auch Kandidat zum«Top Rookie der Champions League».

«Keine Chance, aber Freude»

Er habe per Zufall davon erfahren, dass er zum Welt-Nachwuchshandballer nominiert sei, «und natürlich ist das für mich eine Riesenehre», sagt Küttel. Rund 30 000 Personen stimmten in den letzten drei Wochen für ihren Favoriten ab. «Ich habe zwar keine Chance, diese Wahl zu gewinnen, aber bereits dabei zu sein, ist fantastisch.»

Der rechte Rückraumspieler nahm in dieser Saison einen grossen Leistungsschritt. Er entwickelte sich zu einem verlässlichen Wert in der Meistermannschaft der Kadetten Schaffhausen.

Neben den Einsätzen in der NLA und der Champions League, lief Küttel auch für die Schweizer A- sowie Junioren-Nationalmannschaft auf und absolvierte Partien für Schaffhausens Reserveteam in der Nationalliga B.

Vielleicht war das Programm für den ehemaligen Junior des HSC Suhr Aarau etwas gar streng. Vor dem ersten Playoff-Finalspiel gegen St. Otmar St. Gallen am letzten Donnerstag reagierte der Körper beim Einlaufen mit einer Blockade im Rücken. «Ich konnte kaum mehr stehen und musste für das Spiel kurzfristig passen», sagt Küttel.

Dank intensiver Physiotherapie und mithilfe von Schmerztabletten tat der Aargauer am Samstag beim zweiten Spiel wieder mit. Zwei seiner drei Abschlussversuche landeten im St. Galler Tor.

Erste «richtige» Goldmedaille

Erste «richtige» Goldmedaille In der dritten und – wenn es nach dem Willen der Kadetten geht – letzten Finalbegegnung wird Dimitrij Küttel auf jeden Fall dabei sein.

Er will den Gewinn des Meistertitels unbedingt auf dem Platz miterleben. Küttel war zwar bereits letzte Saison im Schaffhauser Meisterteam dabei, kam aber während der Playoffs zu keiner Minute Einsatzzeit.

«Deshalb sehe ich das als meinen ersten Titelgewinn an, selbst wenn ich bereits eine Goldmedaille zu Hause habe», sagt Küttel, «denn schliesslich habe ich zu jener eigentlich nichts beigetragen.»

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