Handball
Die Zofingerinnen wählten den kürzesten Weg zum Ligaerhalt

Die SPL-Frauen des TV Zofingen gewinnen mit 29:23 gegen Basel Regio und sichern sich so in der letzten Qualifikationspartie das Finalrundenticket.

Michael Wyss
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Die Zofingerinnen inklusive der verletzten Adriana Rudolf feiern die Finalrundenqualifikation. Mark Wyss

Die Zofingerinnen inklusive der verletzten Adriana Rudolf feiern die Finalrundenqualifikation. Mark Wyss

Mark Wyss

Sport ist grundsätzlich gut für die Gesundheit, Sport sorgt für Emotionen, Sport ist meistens gerecht – und im Sport liegen manchmal nur Kleinigkeiten zwischen Erfolg und Misserfolg.

«Eine Viertelstunde entscheidet, ob du eine gute oder eine nicht so gute Saison hast», war sich TVZ-Trainer Samir Sarac nach der letzten Qualifikationspartie seines Teams gegen den direkten Finalrunden-Konkurrenten Basel Regio bewusst.

Gute Deckung von Zofingen

Die besagte Viertelstunde zogen die Zofingerinnen zu Beginn der zweiten Halbzeit ein. Zuerst schaffte die Equipe um die überragende Topskorerin Soka Smitran in den ersten zwei Minuten nach dem Seitenwechsel den Ausgleich, um danach von 17:17 (39. Minute) auf 23:17 (46.) davonzuziehen.

«Die Deckung war nach der Pause offensiver und aggressiver», erklärte Samir Sarac, «das hat den Baslerinnen deutlich mehr Mühe gemacht.»

Und genau diese Defensivleistung inklusive Torhüterin Rahel Frey benötigten die Einheimischen in den letzten Minuten auch noch einmal, um die Gäste trotz Schwächephase im Angriff auf Distanz halten zu können. Ausserdem war dem TVZ in diesen Momenten auch eine ehemalige Mitspielerin eine unfreiwillige Hilfe. Sarah Baumgartner zog einen schwarzen Nachmittag ein und brachte nur zwei ihrer vierzehn Abschlüsse im Tor unter.

Schlechter Einstieg für Basel Regio

Bereits der Start in die Begegnung war dem Gast nicht sonderlich gut gelungen. Viele technische Fehler nutzten die Zofingerinnen immer wieder aus, um zu besten Möglichkeiten zu kommen. Hätte Basel-Goalie Nadine Steinemann nicht mehrere Hundertprozentige zunichtegemacht, der TVZ hätte sich schon früh vom Gegner lösen können. So aber dauerte es beinahe 20 Minuten, bis sich der Gastgeber ein 11:7-Polster erspielt hatte. Statt für Ruhe sorgte der Vorsprung bei den Einheimischen in der Folge für eine gewisse Lethargie. Basel Regio liess sich nicht zweimal bitten und legte einen Zacken zu. Schnell lagen die Zofingerinnen nicht nur nicht mehr vorne, sondern sahen sich sogar einem Rückstand gegenüber. Glücklicherweise kam die Pausensirene – und damit die Chance, sich wieder zu sammeln – genau zum richtigen Zeitpunkt.

Engagement gefordert

«Nach der Pause hat man gemerkt, dass wir den Sieg unbedingt wollten», sagte Samir Sarac, «wir wollten den kürzesten Weg zum Ligaerhalt nehmen, damit wir in der zweiten Saisonhälfte ohne Druck aufspielen können.» Das wiederum bedeute aber nicht, dass man sich mit dem Erreichten nun bereits zufriedengebe: «Ich fordere von meinem Team auch in der Finalrunde volles Engagement. Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und dann schauen, was dabei herauskommt.»

Ein weiteres Highlight könnte für die Thutstädterinnen der Schweizer-Cup-Wettbewerb werden. Bei der Auslosung der Viertelfinalpartien meinte es die Glücksfee gut mit dem TVZ. Mit einem Heimsieg gegen den Erstligisten Malters könnte man das Ticket für das Final Four in der Stadthalle Sursee (3./4. Mai) lösen. «Selbstverständlich wollen wir das unbedingt schaffen», sagt Samir Sarac.

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