Orientierungslauf

Die Zofinger Altstadt wird zum OL-Labyrinth - Topläufer fehlen

Matthias Merz ist einer der grossen Abwesenden in Zofingen.

Matthias Merz ist einer der grossen Abwesenden in Zofingen.

An den nationalen Sprint-Meisterschaften in Zofingen fehlen Topläufer. Grund dafür ist das Weltcup-Finale, das am Wochenende in Finnland stattfindet.

Einerseits darf sich das Teilnehmerfeld der Schweizer Sprint-Meisterschaften vom Sonntag in Zofingen sehen lassen. 1581 Athleten haben sich angemeldet, eine stattliche Zahl. Wer aber genau hinsieht, merkt, dass bei der Elite die ganz grossen Namen fehlen.

Grund dafür ist das Weltcup-Finale, das am Wochenende in Finnland stattfindet. «Klar ist das ein kleiner Wermutstropfen», sagt Hansruedi Schlatter, OK-Chef, sprich Laufleiter der Sprint-SM vom OLK Wiggertal. «Es wäre einfacher gewesen, für den Anlass zu werben, wenn etwa Simone Niggli-Luder oder Matthias Merz mit von der Partie wären», betont er, lässt sich die Vorfreude auf den Event in der Thutstadt aber nicht nehmen. Letztlich spiele es keine grosse Rolle, ob bei der Elite 45 oder 30 Teilnehmende starten, «ich freue mich auf jeden einzelnen Läufer».

Und Hansruedi Schlatter schwärmt vom Teilnehmerfeld, das vom 7-jährigen Knirps bis zum 80-jährigen Routinier reiche. Viele von ihnen stehen bereits heute, wenn im Wald östlich von Zofingen als SM-Vorevent ein nationaler OL im anspruchsvollen Gelände Chuzenhöhli-Munihubel-Bottensteinerstrasse ausgetragen wird, am Start. Insgesamt wurden für die beiden Wettkampftage 39 Kategorien ausgeschrieben.

Chance für die anderen

Die Abwesenheit der Topshots der Szene bietet am Sonntag jenen Kadermitgliedern Titelchancen, die sich nicht für den Weltcup qualifizierten, oder auch ehemaligen Juniorenkader-Angehörigen, die den Anschluss an die Spitze noch nicht geschafft haben. Im Gegensatz zur Elite ist beim Nachwuchs fast alles am Start, was Rang und Namen hat. Auch alle Medaillengewinner der Junioren-Weltmeisterschaften sowie die vier Läuferinnen, die an den Jugend-EM auf dem Podest standen, sind gemeldet.

Sie suchen übermorgen beim Sprintwettkampf Posten im Wald wie auch im Wohngebiet, im Parkareal sowie in der verwinkelten Altstadt. Die nur viertelstündige Wettkampfdauer erlaubt dabei keine Fehler: Nur wer die Karte rasch und richtig interpretiert, und dies mit maximalem Lauftempo, hat Chancen auf einen Podestplatz.

OL-Luft schnuppern

Mit dem Stadtsaal Zofingen als Festwirtschaft profitiert der Organisator OLK Wiggertal von einer idealen Infrastruktur. Dort werden alle Gäste fortlaufend mit Informationen versorgt. Vom Ziel werden Interviews auf die Grossleinwand übermittelt und mittels GPS-Tracking kann der Wettkampfverlauf verfolgt werden. Auch für jene, die gerne selber noch auf Postensuche gehen, ist vorgesorgt. Für die offenen Kategorien über drei verschiedene Distanzen und Schwierigkeitsgrade kann man sich am Veranstaltungstag beim Wettkampfzentrum anmelden. (pd, gam)

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