Aerobic

Die Zeiten der Aargauer Dominanz sind vorbei

Unterkulm holte sich den Titel bei den Dreier- bis Fünfer-Teams.

Unterkulm holte sich den Titel bei den Dreier- bis Fünfer-Teams.

Lenzburg konnte den Titel bei den Aktiven an den Schweizer Meisterschaft im Aerobic in Aarau nicht verteidigen.

An den Schweizer Aerobic Meisterschaften in Aarau holte der Kanton Solothurn nicht weniger als drei von vier Meistertiteln. Die Ehre des Aargaus rettete Unterkulm, das sich bei den Dreier- bis Fünfer-Teams behaupten konnte.

Endgültig vorbei sind also die Zeiten, als der Aargau die Sportart Aerobic derart dominierte, dass ausserkantonale Vereine praktisch keine Chance hatten, einen Finalplatz zu ergattern, oder sogar einen Meistertitel zu gewinnen. Ja man fürchten musste, dass andere gar nicht erst an einer Schweizer Meisterschaft teilnehmen würden.

Kleinigkeiten matchentscheidend

Wenn in diesem Jahr auch nur ein Meistertitel in den Kanton ging, so kann sich die Leistung der Aargauer trotzdem sehen lassen. Wie die Solothurner sicherten sie sich vier von 17 Finalplätzen. «Von den Vereinen, die vorne mitspielen, werden absolute Höchstleistungen verlangt», erklärte Wettkampfleiterin Barbara Klemenz. Eine Vorführung müsse von der ersten bis zur letzten Sekunde stimmen. Da könnten schon Kleinigkeiten matchentscheidend sein.

Dies bekam Lenzburg so zu spüren, welches letztes Jahr zum dritten Mal hintereinander Meister bei den Aktiven geworden war; den Titel 2011 aber mit Niederbuchsiten teilen musste. Nur vier Hundertstelpunkte trennten die beiden Rivalen in der Hauptrunde. «Wir waren nervös und verwackelten eine Standwaage», verriet Leiter Reto Schiesser. Noch kleiner muss der Unterschied im Final gewesen sein, in dem Lenzburg ohne Patzer über die Runden kam. Die Wertung mit Rangpunkten lässt die Grösse der Differenz allerdings offen.

Als Favorit nahm Unterkulm bei den Dreier- bis Fünferteams den Final in Angriff. Die Siegerinnen der Hauptrunde hatten sich zwar im Verlauf der Qualifikation einen komfortablen Vorsprung auf das zweitplatzierte Chablais erturnt – die Programmnote konnten sie in den Final mitnehmen – doch die Spitzenreiterrolle behagte ihnen nicht: «Wir waren nervös, weil wir noch nie Anwärter auf den ersten Platz waren», verriet Leiterin Pamela Wehrli. So wurden die Akrobatikteile nicht ganz synchron geturnt. Doch fünf von sechs Wertungsrichterinnen schätzten die Vorführung trotzdem als die beste ein.

Eien-Kleindöttingen zeigt Nerven

Ebenfalls Nerven zeigte die Gruppe des Turnvereins Eien-Kleindöttingen, die erstmals bei den kleinen Teams im Einsatz stand. «Wir waren aufgeregt, haben uns aber nichts anmerken lassen», verriet Leiterin Jessica Kappeler. Damit hatte sie und ihr Team Erfolg und erreichte das anvisierte Ziel, einen Podestplatz, problemlos. Erfolg beschieden war auch der Jugend von Eien-Kleindöttingen. Sie verbesserte sich vom neunten Rang im Vorjahr auf den vierten und erreichte damit den angestrebten Finalplatz. Obwohl sich in die Finalvorführung ein paar Unsicherheiten eingeschlichen hatten, waren die jungen Akteurinnen mit ihrer Leistung sehr zufrieden.

Spitzenleistung vom DTV Muhen

Eine Spitzenleistung vollbrachte auch der DTV Muhen, der unter der Leitung von Käthi Murer als Präsidentin des Organisationskomitees, den Anlass innerhalb kürzester Zeit auf die Beine stellte und die attraktive Sportart wiederum publikumswirksam zu präsentieren vermochte.

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