Hallenhockey

Die Wettinger Serien sollen halten

Rotweiss-Captain Marco Michel (l.) will sein Team zum nächsten Titel führen.

Rotweiss-Captain Marco Michel (l.) will sein Team zum nächsten Titel führen.

Die Hallenhockey-Teams von Rotweiss Wettingen spielen am Wochenende zu Hause um die nächsten Meistertitel.

Sowohl die Männer als auch die Frauen von Rotweiss Wettingen wollen am Wochenende ihren Meistertitel im Hallenhockey verteidigen. Beide Teams konnten die reguläre Meisterschaft auf dem ersten Tabellenrang ­abschliessen. Trotzdem ist die Ausgangslage ziemlich unterschiedlich.

Die Frauen von Rotweiss Wettingen haben die Meisterschaft souverän auf dem ersten Tabellenplatz abgeschlossen. Wie dies nicht anders zu er­warten war. Dasselbe ist den Männern gelungen, dies jedoch deutlich überraschender. «Im Vergleich zur letzten Saison war es nicht einfach», sagt Trainer Michael Kloter, der die Mannschaft zusammen mit Peter Fischbach trainiert. Aufgrund der EM in der Schweiz standen zahlreiche Termine für das ­Nationalteam an. Und weil Rotweiss schon fast traditionell das Gerüst der Nationalmannschaft stellt, fehlten dem Team entsprechend die Spieler im Mannschaftstraining.

Trotz Leaderposition nicht der Topfavorit

Kloter sagt: «Wir konnten kein Vorbereitungsturnier bestreiten und die Blöcke sind nicht eingespielt.» So musste er zahlreiche Junioren einbauen. «Zum einen, um genug Spieler im Training zu haben, zum anderen, um sie zu fördern und an das Niveau heranzuführen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Captain Manuel Keller noch kein Spiel bestreiten konnte und weitere erfahrene Spieler an­geschlagen sind. Ebenfalls neu auf diese Saison hin wurde die Meisterschaft nicht im Turniermodus abgehalten, sondern es waren einzelne Spieltage mit ­jeweils vier Mal 15 Minuten Spielzeit. Früher waren es zwei Mal 20 Minuten. Da kommt ­natürlich die Kondition ins Spiel, und die Breite des Kaders ist entscheidend.

Das enge Duell mit Luzern

Trotzdem setzte sich Kloters Mannschaft im letzten Spiel der regulären Saison deutlich mit 11:3 gegen das Tabellenschlusslicht Basel durch und konnte dadurch nochmals etwas Moral tanken. «Angesichts der Umstände muss man mit dem ersten Tabellenplatz natürlich zu­frieden sein», sagte Trainer ­Kloter. Im Halbfinal treffen die Aargauer auf Olten. Sie konnten beide Spiele während der Saison für sich entscheiden, jedoch nur knapp, und es waren hart umkämpfte Partien.

Falls es die Wettinger in den Final schaffen, würden sie voraussichtlich auf den Luzerner SC treffen, den härtesten Widersacher in den vergangenen ­Jahren. Schon den letztjährigen Final bestritten diese beiden Teams. Und wie eng sie beieinanderliegen, zeigt die Tatsache, dass der Final 2019 erst im ­Penaltyschiessen entschieden wurde. «Das wird alles andere als ein Selbstläufer», ist sich Kloter bewusst. Aber das Team um Captain Marco Michel werde alles daransetzen, dass die Serie hält. Die Rotweissen könnten am Sonntag bereits den fünften Hallenmeistertitel in Folge gewinnen. 

Die Frauen in der Rolle der Topfavoritinnen

Bereits um den 14. Hallen­titel in Serie geht es für die ­Frauen. Sie haben die letzte ­Partie der Meisterschaft glanzlos mit 3:0 gewonnen. Trotzdem geht das Team von Trainer Chris Elste als klarer Favorit in den Halbfinal gegen den Basler HC. Anpfiff ist um 16 Uhr im Tägi Wettingen

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