Unihockey
Die «Unihockey-Familie» baut an ihrer Zukunft

Nach dem Aufstieg in die SML läuft bei Unihockey Mittelland die Spieler- und Trainersuche. Die Mittelländer bleiben aber auch in der obersten Liga ihrem Credo treu: Teure Spieler bleiben tabu. Geplant ist das Kader mit jungen Spieler zu ergänzen.

Melanie Gamma
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Mit dem Aufstieg in die höchste Liga kommt auch Bewegung ins Kader von Unihockey Mittelland. zt

Mit dem Aufstieg in die höchste Liga kommt auch Bewegung ins Kader von Unihockey Mittelland. zt

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Als «herrlich» beschreibt Jan Rechsteiner den Aufstieg von Unihockey Mittelland in die Swiss Mobiliar League. Der Sportchef des Vereins erlebte das vierte Spiel der Aufstiegsrunde und den Moment des Triumphs in Zug vor Ort.

Die letzten Minuten der Partie, als der Sieg auf sicher war, kostete auch Rechsteiner aus: «Wir packten Plakate und die Aufstiegs-T-Shirts aus, machten die Champagnerflaschen bereit. Nach der Schlusssirene gab es kein Halten mehr.» In der Garderobe und später in Olten im Restaurant «pure» und im Club Terminus ging die Feier bis in die frühen Morgenstunden weiter.

Die grosse Unihockey-Familie

«Die Promotion ist für die Spieler und die Trainer und für alle, die im Hintergrund des Vereins mitarbeiten, der Lohn für viele Stunden Arbeit.» Jan Rechsteiner spricht damit unter anderem die Fusion von StaWi Olten und UHC Zofingen an, die im Februar 2010 erfolgte und aus der in den letzten zwei Jahren Unihockey Mittelland entstand. «Wir sind eine Art grosse Unihockeyfamilie geworden», formuliert er es. Als Beispiel nennt er die Spieler der ersten Mannschaft, die bei den Junioren des Vereins Trainings leiteten. Die Kids besuchten im Gegenzug mit ihren Eltern die NLB-Meisterschaftsspiele, sicherten sich im Final Trikots ihrer «Helden» und sammelten Autogramme.

«Trotzdem ist das Fanionteam in erster Linie ein Überbleibsel von StaWi», gibt Rechsteiner zu, «das Gerüst hinter der künftigen SML-Mannschaft wäre ohne die Fusion jedoch zu schwach.» Dank dem Zusammenschluss zum Grossclub vor zwei Jahren müsse sich Unihockey Mittelland im Nachwuchsbereich keine Sorgen machen. Vor allem bei den unter 18-Jährigen sei man gut besetzt.

Teure Spieler bleiben tabu

Gut möglich, dass von den ältesten U21-Junioren nächste Saison einige an die SML-Equipe herangeführt werden. «Wir planen ohnehin, das Kader mit jungen Spielern aus der Region zu ergänzen», wagt Jan Rechsteiner einen Ausblick. Und man klopfe für Transfers sicher beim Meister Wiler-Ersigen an. «Auch als Grossclub werden wir keine teuren Spieler engagieren», versprach UHC-Zofingen-Präsident Jonas Hottiger 2010 beim Zusammenschluss mit StaWi.

Bleibt Mittelland diesem Credo in der obersten Liga treu? «Absolut», sagt Jan Rechsteiner, «wir können und wollen es uns selbst mit der notwendigen und machbaren Budgetaufstockung nicht leisten, Spielern Löhne zu bezahlen.» Spesen, Benzin- und Materialgeld sowie für Ausländer Flüge in die Heimat sollen weiterhin als Entschädigung reichen - nebst möglichen Teilstellen-Angeboten bei UM-Sponsoren.

Neue Skandinavier müssen her

Als Abgänge kommuniziert hat der Club bisher Captain Daniel Moser und Valtteri Suominen, der nach Finnland zurückkehrt. «Ihn wollen wir mit einem anderen Ausländer ersetzen», so Rechsteiner. Ebenso aus dem Ausland wird wohl der Trainer kommen, der den zurückgetretenen Rolf Riggenbach ablöst. «Wir verhandeln derzeit mit einer Handvoll Skandinaviern», verrät der Sportchef.

Einen Schweizer Trainer zu finden, der den nötigen Aufwand betreibt, sei unwahrscheinlich. Vom Typ her wollen die Mittelländer bis etwa Mitte Mai laut Rechsteiner «einen, der kompetent ist und mit den individuellen Charakteren im Team umgehen kann» verpflichten.

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