TOPS

> Varol Tasar (21): Nach der Beförderung zum Profi steht das Sturmjuwel am zehnten Spieltag erstmals in der Startelf: Gegen Xamax (2:0) schlägt der Deutsch-Türke ein wie eine Bombe und trifft auch im nächsten Spiel in Wil (3:1). Seither gesetzt. Vom erwarteten Zwischentief hat er sich wieder erholt. Wichtiger Schachzug der Klubführung, seinen Vertrag bis 2020 zu verlängern.

> Steven Deana (27): Ohne den teils brillant spielenden Goalie wäre die Punkteausbeute in der Vorrunde noch magerer ausgefallen. Ist nach der Rückkehr aus Wil schnell wieder zum Führungsspieler geworden, dessen Wort Gewicht hat.

> Mats Hammerich (19): War im Juni noch Ausleihkandidat, doch dank einer starken Vorbereitung ist er nah dran an der Stammelf. Sein «Pech» war die Verpflichtung von Yapi, der ihm seither vor der Sonne steht. Er trägt den Adler im Herzen und hat das Potenzial zur Integrationsfigur: Zur Entfaltung braucht er im Frühling noch mehr Einsatzzeit.

Marco Thaler, Michael Perrier und Mats Hammerich (von links).

Marco Thaler, Michael Perrier und Mats Hammerich (von links).

> Patrick Rossini (29): Zehn Skorerpunkte sind der Bestwert – alleine deswegen ein Gewinner. Dazu die Beförderung zum Captain. Aber: Wenn es dem Team nicht läuft, muss künftig mehr von ihm kommen.

> Michaël Perrier (28): Startete als Notnagel auf der linken Abwehrseite, ehe er nach dem Yapi-Transfer neben diesen ins Zentrum rückte und dort abruft, was er kann. Sprich: An ihm liegt es nicht, dass der FCA spielerisch enttäuscht.

> Alessandro Ciarrocchi (29): Zu Beginn der Saison ein Ärgernis. Nach dem Debakel in Genf (0:3) wurde ihm ein Wechsel nahegelegt. Wollte aber bleiben und kämpfen – und siehe da: Zwei Wochen später entschied er das Derby gegen Wohlen (2:0). Auch gegen Winterthur (3:3) und vergangenes Wochenende gegen Chiasso (3:0) mit wichtigen Toren, ohne die Trainer Jurendic wohl schon entlassen wäre. Chapeau!

Alessandro Ciarrocchi.

Alessandro Ciarrocchi.

> Gianluca Frontino (28): Frontino ein Gewinner? Natürlich, von Sportchef Burkis Königstransfer hat man sich mehr erhofft. Aber: Er kam mitten in der Vorrunde und schleppt bis heute eine Knieverletzung mit. Und: Frontino deutete in jedem Spiel an, dass er das Zeug zur spielerischen Schlüsselfigur und zum emotionalen Leader hat.

FLOPS

> Michael Siegfried (29): Tragischer Fall: Der frühere Thun-Profi wollte nach einem Jahr Pause in Aarau die Karriere neu lancieren, offenbarte zu Saisonbeginn aber grosse Defizite. Nach dem 0:3 in Genf zum Bauernopfer auserkoren, seither Tribünen-Stammgast. Gut möglich, dass er in der Winterpause geht.

> Norman Peyretti (23): Statt auf ihn, der einen Vertrag bis 2019 hat, setzte Trainer Jurendic am linken Flügel auf den bereits wieder verabschiedeten Audino. Während seiner Teileinsätze enttäuschte Peyretti. Es gilt abzuwarten, was er im Frühling als allfälliger Stammspieler zeigt.

> Gilles Yapi (35): Charakterlich jederzeit ein Vorbild und anfangs auch auf dem Platz ein wichtiger Stabilisator. Doch dann mit sinkender Leistungskurve, besonders bei den 1:4-Pleiten in Schaffhausen und Vaduz ein Totalausfall. Auffällig sind seine vielen gelben Karten – eine Folge des Alters? Mal schauen, was er in der Rückrunde zeigt – vorausgesetzt, sein Leihvertrag wird nicht aufgelöst.

Gilles Yapi.

Gilles Yapi.

> Igor Nganga (30): Einer der einst offensivstärksten Verteidiger der Schweiz erzielte in der Vorrunde keinen Skorerpunkt – das sagt alles. Auch im zweiten Halbjahr blieb der frühere Publikumsliebling weit unter seinen Möglichkeiten.

Igor Nganga.

Igor Nganga.

> Stéphane Besle (33): Versprach nach der Genesung im August, bis Ende Jahr nochmals Vollgas für den FCA zu geben. Doch seit dem Xamax-Spiel und dem Zwist mit dem Präsidenten der Neuenburger ist Besle mit dem Kopf nur noch bei der Polizistenausbildung, die er im Januar beginnt. Zu allem Übel kam eine Verletzung inklusive Operation, sodass der frühere Innenverteidiger von gehobenem Super-League-Format den Profifussball durch die Hintertür verlässt.

> Leo Itaperuna (28): Der Königstransfer von Ex-Sportchef Ponte. Aber der Brasilianer fand nie richtig ins Team, nach Pontes Rauswurf fehlte ihm auch noch die wichtigste Bezugsperson im Klub. Die vorzeitige Vertragsauflösung im November war die logische Konsequenz.

> Paulinho (22): Erst in den Testtrainings als zu schlecht befunden, dann doch verpflichtet. Dass das nicht gut gehen kann, war sonnenklar. Auch wenn der bedauernswerte Paulinho noch am wenigsten dafür kann.