EHC Aarau
Die Top vier sind in Reichweite

Die Aarauer schlagen Unterseen-Interlaken 4:2 in der 1. Eishockey Liga. Damit sind sie der Masterround nah.

Gregory Mathys
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Ein «extrem wichtiger Sieg», so Trainer Patric With, gelang den Aarauern am Samstag. Mit dem 4:2 gegen den SC Unterseen-Interlaken stiess der EHC auf den vierten Tabellenplatz vor und sollte die Masterround der besten sechs Teams erreichen. «Mit sechs Punkten aus den letzten vier Spielen schaffen wir es», zeigte sich With überzeugt. Die Tabelle ist aber äusserst eng. Nur gerade ein Punkt trennt die Aarauer vom EHC Burgdorf auf dem siebten Platz.

Die Entscheidung in diesem umkämpften Match fiel im letzten Drittel. Roman Unterluggauer gelang in der 48. Minute das 3:2 und Andrea Ramôn Riolo doppelte acht Minuten später zum Schlussresultat nach. Zuvor hatten die 214 Zuschauer eine packende 1.-Liga-Partie gesehen, welche spätestens nach dem ersten Treffer für den SCUI in der 9. Minute lanciert war. Die Führung war aber nicht von langer Dauer. Nur 59 Sekunden dauerte es bis Patrick Bula im Nachsetzen den Ausgleich erzielte. Mit diesem Resultat ging es in die Drittelspause.

Hartes Spiel im Mitteldrittel

Nachdem der EHCA zu Beginn des zweiten Abschnitts eine Strafe überstanden hatte, reihte er Chance an Chance und war die klar bessere Mannschaft. Belohnt wurde der Aufwand mit einem Powerplay-Tor von Verteidiger Lukas Leuenberger nach 28 Minuten. In der Folge entwickelte sich ein äusserst hartes Spiel mit vielen Checks und einer Schlägerei zur Spielmitte. Danach beruhigten sich die Gemüter etwas und kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang den Unterseern in Überzahl der Ausgleich. In den letzten zwanzig Minuten hatten die Gäste dann aber nicht mehr viel zu bestellen. Die Aarauer erspielten sich in souveräner Manier die drei Punkte.

With war zufrieden, forderte aber für den weiteren Verlauf der Saison ein selbstbewussteres Auftreten von seiner Mannschaft. «Wir spielen noch zu unsicher, dabei können wir enorm stolz auf unsere bisherige Leistung sein und mit breiter Brust auftreten.» Hier mag noch Potenzial vorhanden sein, seine Spieler wirken allerdings ziemlich selbstsicher. «Unter die besten Sechs schaffen wir es ganz bestimmt», meinte etwa der starke Torhüter Marco Mathis stellvertretend für die ganze Mannschaft.

In den letzten vier Partien bekommen es die Aargauer noch mit den Topteams aus Huttwil und Wiki-Münsingen zu tun. Dafür spielen sie aber auch noch gegen Adelboden und Zunzgen-Sissach, zwei Teams aus den unteren Tabellenregionen. Besiegen die Aarauer in der kommenden Begegnung erwartungsgemäss Aussenseiter Adelboden, kann der Champagner wohl schon kaltgestellt werden.