Mehr Spielfreude, mehr Genauigkeit im Passspiel, mehr Laufbereitschaft, mehr Stabilität in der Defensive und mehr Strafraumszenen - das Testspiel des FC Aarau gegen den Erstligisten FC Solothurn war in allen Belangen eine Steigerung im Vergleich zum vorherigen Auftritt gegen den FC Baden.

7:0 stand es auf der Gränicher Zehndermatte nach 90 Minuten, getroffen hatten Marco Schneuwly (3), Testspieler Donat Rrhudani (2), Stefan Maierhofer und Patrick Rossini. Sieben Tore, alle erzielt von Stürmern - das letzte Testspiel vor dem Saisonstart am 20. Juli in Winterthur war ein Mutmacher. Aber auch nicht mehr: Denn Winterthur wird in allen Belangen ein besserer Gegner sein als die vom im Aargau bestens bekannten Jürg Widmer trainierten Solothurner Amateure. 

Vor gut 600 Zuschauern auf der Gränicher Zehndermatte: Das Testspiel zwischen Aarau und Solothurn

Vor gut 600 Zuschauern auf der Gränicher Zehndermatte: Das Testspiel zwischen Aarau und Solothurn

FCA-Coach Patrick Rahmens Analyse fiel denn auch entsprechend nüchtern aus: "Die Mannschaft hat gezeigt, was ich gegen diesen Gegner verlangte. Gefallen hat mir, dass wir bis zum Schluss drangeblieben sind. Aber wir sollten uns nicht viel auf diesen Sieg einbilden."

Rund um das Testspiel auf der Zehndermatte war natürlich die von der "AZ" publik gemachte Rückholaktion von Shkelzen Gashi das Gesprächsthema unter den gut 600 Zuschauern. FCA-Sportchef Sandro Burki und Trainer Patrick Rahmen wollten den Deal gegenüber der "AZ" jedoch weiterhin weder bestätigen noch dementieren. Was nichts daran ändert, dass der Gashi-Transfer wohl bald einmal vom FCA offiziell gemacht werden dürfte.

Gashi wird erst im Januar nach Aarau kommen, wenn die erste Hälfte der Saison bereits vorbei ist. Um für die Rückrunde eine gute Ausgangsposition für einen Rang in der obersten Tabellenregion zu haben, bräuchte es jedoch schon in den nächsten Tagen Verstärkungen. Gemäss Burki würden verschiedene Personalien geprüft, spruchreif sei aber noch nichts.

Und so wird der FCA am Sonntag wohl mit dem bestehenden Kader ins Kurz-Trainingslager nach Oberstaufen (Deutschland) reisen. Im Allgäu wird von Sonntag bis Mittwoch an der Taktik gefeilt, zwischen den Trainings soll das Teamgefüge gestärkt werden. Beim FCA erhofft man sich von der Reise einen ähnlichen Effekt wie im September 2018: Damals verkroch man sich nach dem Horrorstart (sechs Spiele, sechs Niederlagen) ebenfalls nach Oberstaufen, ins gleiche Hotel, in das es auch heuer geht. Der "Geist von Oberstaufen" initiierte im vergangenen Herbst die Aufholjagd auf den Barrage-Platz. Nun soll er helfen, dass der FCA schon in der ersten Phase der Saison eine gute Falle macht.