Judo
«Die Situation ist wie ein Geschenk»

Im August haben die SwissVolley Talent School in Aarau und das nationale Leistungszentrum für Judo in Brugg ihren Betrieb aufgenommen. Grund sind die hervorragenden Rahmenbedingungen für Nachwuchs-Leistungssportler im Aargau.

Rainer Sommerhalder
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Rund 20 Judokas ab 16 Jahren trainieren zweimal täglich im neuen Campus Mülimatt Brugg-Windisch unter Anleitung von Nationaltrainer Giorgio Vismara und Leistungssportchef Ran Grünenfelder. Brugg hat Magglingen als nationales Leistungszentrum im Judo abgelöst. 80 Prozent der WM-Teilnehmer kommen mehrmals pro Woche nach Brugg.

Mehrere Talente aus anderen Landesteilen haben in diesem Sommer ihren Wohnsitz in den Aargau verlegt und eines der speziellen Ausbildungsmodelle für Leistungssportler gewählt. «Und dies nicht etwa aus Zwang, sondern weil sie von der Qualität des Bildungsangebots überzeugt sind», wie Ran Grünenfelder betont.

Ebenfalls ins Schwärmen über die Möglichkeiten kommt Markus Egger, Koordinator der SwissVolley Talent School. «Die koordinierten Zeitfenster für Trainings in den Bildungsmodellen sind für die ganze Schweiz ein Vorbild.» Wenn der dreifache Schweizer Meister und EM-Gewinner 2002 die heutigen Voraussetzungen der jungen Volleyballer – rund 10 wöchentliche Einheiten für die «Sportlehrlinge» – mit seiner Juniorenzeit vergleicht, dann treffen Welten aufeinander. «Diese Talente sind technisch unglaublich viel weiter als die Generation vor ihnen.

Ich bin überzeugt, dass wir die Früchte mit den nationalen Auswahlen in Zukunft ernten werden», sagt der 35-Jährige. Wer weiss, vielleicht kann sich der Aargau eines Tages sogar einen Teil einer EM-Medaille abschneiden.