Eigentlich könnte das Spiel nicht besser starten für die Badener. Nach gerade einmal 60 Sekunden erhalten sie einen Freistoss zugesprochen. Luca Ladner legt sich den Ball etwa zehn Meter vor der linken Strafraum-Ecke zurecht.

Keine Distanz für einen Direktschuss und doch zieht Ladner flach auf das Tor und erzielt dabei mit gütiger Mithilfe eines Buochser den Führungstreffer. Stojanov trifft den Ball nicht wunschgemäss, das Leder erhält dadurch eine Flugbahn wie ein Golfball, der aus einem Sandbunker geschlagen wird und erwischt so seinen Torhüter Epp, der auf einen Flankenball spekuliert hat. Dieser Führungstreffer hat wohl in den Badener Köpfen eine gewisse Überheblichkeit ausgelöst, so einfach wie das ging.

Baden zu wenig bemüht

So gut der Start auch war, der Truppe aus dem Esp gelang es nicht nachzusetzen und sie vernachlässigten zudem ihre defensive Arbeit. Es war nicht so, dass die Limmatstädter es nicht probiert hätten selbst noch ein Tor zu erzielen, aber nach Schüssen von Teichmann und Gashi stellten sie ihren Offensivdrang fürs Erste ein und liessen den Gegner mehr ins Spiel kommen. Buochs brauchte dann nur einen guten Abschluss um auszugleichen.

Der FC Baden startet rasant in die Partie und führt schnell - muss sich diesen Vorsprung aber abnehmen lassen.

Der FC Baden startet rasant in die Partie und führt schnell - muss sich diesen Vorsprung aber abnehmen lassen.

Dabei liess man dem Gegner am Strafraum zu viel Platz und Lorenzo Di Michelangeli wusste das auszunutzen. Nun sollte aber das Heimteam gemerkt haben, dass die Innerschweizer nicht als Punktelieferant nach Baden gereist sind. Trotzdem wirkten sie auch beim 2:1 nicht richtig bei der Sache.

Nach einem langen Freistoss von Torhüter Epp, verlieren sie im eigenen Halbfeld das Kopfballduell der Ball fliegt weiter zu Gjioda, der in der Eins-gegen-Eins-Situation Oberwasser behält und den Ball locker über den zu hochstehenden Bonorand lupft. Vor dem Pausentee bot sich dann noch die Möglichkeit für den Ausgleich, doch Dejan Jakovljevic erwischte den Querpass von Teichmann knapp nicht.

Neuen Schwung nach der Pause

Die Pause tat dem Heimteam gut. Nun hatte sie ihre beste Phase im Spiel und daraus ergab sich eine Reihe von Eckbällen. Beim vierten Versuch gelangte der Ball verlängert vor die Füsse von Muff, der die Kugel mit einem satten Schuss ins Tor hämmerte. Man bekam das Gefühl, das Baden nun wirklich angekommen war.

Kurz vor Schluss kommt es zur Aufholjagd, dennoch scheitert der FC Baden letztlich an den Innerschweizern.

Kurz vor Schluss kommt es zur Aufholjagd, dennoch scheitert der FC Baden letztlich an den Innerschweizern.

Doch dieser Abschnitt fand ein jähes Ende im erneuten Führungstreffer von Anton Marku. Die Badener Abwehr hinterliess dabei keine gute Figur, wenn auch Marku aus abseitsverdächtiger Position startete. Auf diesen erneuten Rückschlag konnten die Badener nicht mehr reagieren.

Mit diesem Spiel wird einem Team, dem vieles gelingt auch einmal die Grenzen aufgesetzt und es bleibt zu hoffen, dass sie daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Die Möglichkeit zur Korrektur bietet ihnen bereits am Freitag der FC Schötz. Ein weiteres Innerschweizer Dorf, dass dem vermeintlich grossen FC Baden alles abverlangen will.

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