Beachsoccer
Die Shots schiessen knapp an den «Top Four» vorbei

Die Havana Shots beenden die Qualifikationsphase in der Suzuki Beach Soccer League auf dem fünften Platz. Die Aargauer verloren in der letzten Runde auf den Sportanlagen St. Jakob gegen die Sable Dancers aus Bern mit 3:7.

Georges Küng
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Noel Ott (links) erzielte beim 10:5-Sieg der Havana Shots gegen Emmen sechs Tore.

Noel Ott (links) erzielte beim 10:5-Sieg der Havana Shots gegen Emmen sechs Tore.

Dave Joss

«Es fehlten nur drei Punkte für Platz 4. Dennoch sind wir realistisch, dass die vier Grossen des Schweizer Sandfussballes derzeit noch eine Klasse für sich sind. Das Minimalziel des Vorstandes vor dieser Saison war Rang 6.

Das haben wir bereits vor dem Playoff-Rückspiel erreicht,» sagt Noel Ott. Ott ist 19 Jahre alt und so etwas wie der «Shooting Star» der Beachsoccer-Szene. Der Badener, der einst fünf Jahre beim Grasshoppers Club Zürich ein hoffnungsvolles Talent war, bevor «mir der letzte Sprung in die Elite nicht gelungen ist», war in der letzten Saison mit 47 Treffern der Torschützenkönig der Suzuki Beach Soccer League. Und wurde zum «MVP» gewählt.

Am letzten Wochenende fanden auf dem Beachsoccer-Feld bei der Sportanlage St. Jakob in Basel die letzte Meisterschaftsrunde und das Hinspiel um die Playoffs, respektive die Klassierung, statt. Weil die Havana Shots gegen die Sable Dancers mit 3:7 verloren hatten (die Berner hatten am Abend zuvor mit einem 6:2-Sieg über GC den Schweizer Cup für sich entschieden), standen die Scorpions im Lokal-Derby gegen die Chargers Baselland nicht mehr unter Druck. Die 3:5-Niederlage blieb dann auch folgenlos.

Im ersten Halbfinal trotzten die Scorpions dem Titelfavoriten Sable Dancers aus Bern ein 6:6-Remis ab, während Meister GC gegen die Chargers mit 7:4 siegte. Der Modus will es aber, dass nicht die Europa-Cup-Formel zum Tragen kommt, sondern jene Equipe das Finale erreichen wird, die mehr Punkte aus den beiden direkten Vergleichen geholt hat. Im Playoff-Hinspiel um Rang 5 kamen die Havana Shots, die in Birr zu Hause sind, gegen die Beach Kings Emmen zu einem 10:5-Erfolg.

Auffälligster Akteur war, nicht überraschend, Jungnationalspieler Noel Ott, der gleich im ersten Drittel einen lupenreinen Hattrick erzielte und damit die Aargauer mit 3:0 in Führung brachte. Zuletzt liess sich Ott, der im Frühjahr erfolgreich seine KV-Lehre beendet hat, als sechsfacher Torschütze feiern. Heuer wird er die Torschützen-Krone jedoch nicht gewinnen, denn trotz seiner 35 Tore wird er Charles Labaste (22) nicht einholen können. Der Mann aus Tahiti, der mit vier seiner Nationalteam-Kollegen für die Sable Dancers spielt, wird auch schon mal ehrfürchtig die «personifizierte Tormaschine» genannt und hat in dieser Spielzeit bereits 42 Treffer erzielt.

Bis vor wenigen Jahren war die Beachsoccer-Elite eine Sache von Baslern und Baselbietern. «Das hat sich aber geändert. Heute hat es in der Nationalmannschaft auch Akteure aus Zürich und dem Aargau», so Ott. Das bestätigt auch Stephan Meier, jahrelang ein Aushängeschild der «Nati» und heuer Spielertrainer der Emmen Kings. «Noel ist ein Riesentalent mit einem unglaublichen Torinstinkt.

Ihm steht eine grosse Beachsoccer-Zukunft bevor», so der einstige Fast-Mister-Schweiz. Dass Ott bereits im Ausland auf sich aufmerksam gemacht hat, beweist die Tatsache, dass er – bei freien Terminen – in der 1. Bundesliga ausgeholfen hat und auch bei den Royal Düsseldorf seine Torqualitäten unter Beweis gestellt hat.

«Jetzt gilt es, am nächsten Samstag gegen Emmen nochmals alles zu geben und so Rang 5 zu sichern. Im nächsten Jahr wollen wir dann die vier Grossen nicht nur ärgern, sondern in Bedrängnis bringen», sagt der Badener.

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