Faustball
Die Schweizer Nationalmannschaft will ihren EM-Titel verteidigen

Am Wochenende werden die Europameisterschaften in Olten ausgetragen. Alles andere als der Gewinn einer Medaille wäre für die Schweizer Nati mit dem Schlossrueder Reto Hunziker eine bittere Enttäuschung.

Jan Arnet
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Entspannt: Reto Hunziker vor der EM.

Entspannt: Reto Hunziker vor der EM.

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Die Schweiz darf sich amtierender Europameister nennen. Vor zwei Jahren besiegte das Team von Trainer Oliver Lang im deutschen Schweinfurt Österreich im Finale und geht somit in diesem Jahr als Titelverteidiger in die Spiele. Reto Hunziker war damals noch nicht mit dabei.

Für den 24-jährigen Schlossrueder vom STV Oberentfelden ist es der erste Grossanlass, bei dem er im A-Kader mit dabei ist. Mit der U18 wurde Hunziker schon Europameister und würde mit der Nati den EM-Titel nur allzu gerne verteidigen. Dass er die Schweiz an einer Europameisterschaft vertreten darf, ist «eine grosse Ehre für mich», sagt er.

Starke Gruppengegner

Seit 1974 hat die Schweiz an Europameisterschaften immer eine Medaille erringen können – das soll auch dieses Jahr nicht anders sein. «Wir wollen unbedingt ins Finale, dort ist dann alles möglich». Um in den besagten Final vorstossen zu können, braucht es bereits in den Gruppenspielen gute Leistungen. Dort treffen die Schweizer auf die beiden Mitfavoriten Deutschland und Österreich. Die anderen beiden deutschsprachigen Nationen wurden, seit es im Faustball Europameisterschaften gibt, immer mindestens Dritter.

Reto Hunziker weiss, was es braucht, um diese Faustballnationen zu schlagen: « Ich sehe Deutschland, Österreich und die Schweiz auf einer Ebene. Um zu gewinnen, benötigt es eine kompakte Teamleistung, schlussendlich kann auch die Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheiden. Uns kommt nebst dem Heimvorteil zugute, dass uns die Deutschen möglicherweise unterschätzen werden».

Da an den Europameisterschaften nur sechs Teams antreten, sind die Erwartungen natürlich gross. Italien, Tschechien und Serbien gelten als grosse Aussenseiter – deshalb wird der Gewinn einer Medaille im eigenen Land für die Schweiz zur Pflichtaufgabe. Druck spürt Reto Hunziker trotz hoher Erwartungen nicht: «Wir dürfen zu Hause spielen. Es werden viele Schweizer Fans nach Olten kommen, um uns anzufeuern. Ich freue mich riesig auf dieses Turnier».

Perfekte Vorbereitung

Mit Trainingslagern in Magglingen und Flims sowie diversen Abendtrainings hat sich die Nati gut auf die Europameisterschaften vorbereitet. Das Schweizer Team konnte bereits letztes Jahr bei den World Games in Kolumbien überzeugen und die Silbermedaille gewinnen. Geschlagen geben musste man sich damals nur von Deutschland. Ob die Schweiz sich dafür revanchieren kann, wird sich schon am Freitag zeigen, wenn die Schweiz um 17.15 Uhr gegen den Topfavoriten ins Turnier startet.

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