Leichtathletik
Die Schweizer Meisterschaft im Brugger Schachen war so beliebt wie nie

Zum ersten Mal musste an der 10'000-Meter-SM im Brugger Schachen in zwei Serien gestartet werden. Als bester Schweizer setzte sich Christian Kreihenbühl vom TV Oerlikon durch, bei den Frauen siegte Maja Neuenschwander.

Claudine Müggler
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Achtung, fertig, los: Der Schachen wurde zum Lauf-Mekka. Müggler

Achtung, fertig, los: Der Schachen wurde zum Lauf-Mekka. Müggler

Es ist bereits dunkel, als die letzten Läuferinnen auf die Zielgerade einbiegen, um die letzte der insgesamt 25 Runden auf der blauen Tartanbahn zu absolvieren. Der Speaker fordert die Zuschauer nochmals auf, die Athleten anzufeuern.

Da in diesem Jahr so viele Läuferinnen und Läufer an den Start gingen, musste in zwei Serien gestartet werden. In der ersten die etwas schnelleren und in der zweiten die etwas langsameren Läufer und die Frauen.

«Es mussten vorher noch nie zwei Serien durchgeführt werden», freut sich OK-Präsident Ruedi Glauser von der Laufgruppe Brugg, über die vielen Leute, die den Weg nach Brugg gefunden haben.

In der ersten Gruppe wird der neue Schweizer Meister Christian Kreihenbühl vom TV Oerlikon zwar nur Dritter. Da aber die zwei vor ihm klassierten zwei Portugiesen des BTV Aarau sind, Bruno Albuquerque und Jose Pedro Costa, reicht es trotzdem zum Sieg.

In der zweiten Serie setzt sich Samuel Keller vom LG Horn Gebenstorf-Turgi durch. Die erste Frau, die in der zweiten Serie die Ziellinie überquert und damit Schweizer Meisterin ist, heisst Maja Neuenschwander vom BTV Leichtathletik.

OK-Präsident Glauser ist zufrieden mit dem gelungenen Anlass, obwohl alles sehr hektisch gewesen sei. «Wir können ein sehr positives Fazit ziehen. Nicht nur über die 10000 m, sondern auch vorher am Schachen-Cup, hatte es sehr viele Läufer.»

Leider sei momentan niemand aus dem Verein gut genug, um ganz vorne mithalten zu können. «Aber ich denke solcher Anlass ist gut für die Region. Es waren sehr viele Leute da, die ich noch nie hier unten gesehen habe», sagt Glauser weiter.

Ein kleines Problem gab es am Schluss aber doch noch. Da die Rennen erst spät am Abend stattfanden, war das Licht nicht mehr allzu gut.

Weil in Brugg auf der Bahn allerdings kein Start-/Zielhaus steht, musste die Zeitmessungsmaschine mit zusätzlichen Scheinwerfern beleuchtet werden, damit sie überhaupt noch funktionierte. Am Schluss funktionierte dann doch noch alles und jeder Läufer bekam die richtige Zeit zugeschrieben.