Dejan Stankovic
Die Schweizer Fussball-Antwort auf den spanischen Tennisstar Rafael Nadal

Der Schweizer Dejan Stankovic ist in der Beachsoccer-Szene ein Star: Nun feiert er aber auch auf dem Rasen Erfolge und steigt mit Mladost Aarau in die 3. Liga auf. Er selber hatte mit zahlreichen Toren einen grossen Anteil am Erfolg.

Fabian Sangines
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Macht nicht nur auf Sand eine gute Figur: Dejan Stankovic.

Macht nicht nur auf Sand eine gute Figur: Dejan Stankovic.

KEYSTONE

Vizeweltmeister, WM-Torschützenkönig, Welt-Strandfussballer des Jahres. Das ist nur ein Auszug aus dem beeindruckenden Palmares von Dejan Stankovic. Dass er diese Erfolge im Beachsoccer – sprich auf Sand – feiern durfte, erklärt auch schnell, auf welchem Untergrund sich der Aargauer am wohlsten fühlt. Doch ähnlich wie beim spanischen Sandplatzspezialisten Rafael Nadal gelingen Stankovic auch auf Rasen Triumphe – wenn auch in anderen Sphären.

Stankovic hat auch auf dem Rasen Spass

So konnte der 28-Jährige mit seinem Team Mladost Aarau frühzeitig den Aufstieg in die 3. Liga bejubeln. Kein Vergleich mit einem Schweizer- oder einem Weltmeistertitel; nichtsdestotrotz eine schöne Erfahrung für den erfolgsverwöhnten Strandkicker. «Die Jungs haben sich durch die souveränen Auftritte diesen Aufstieg verdient. Es hat viel Spass gemacht diese Saison, deshalb werde ich auch nächste Spielzeit – sofern es die Zeit zulässt – bei Mladost mitspielen», so Stankovic.

Nach einem kurzen Intermezzo beim FC Lenzburg wechselte der wohl beste Schweizer Beachsoccerspieler zu den Aarauern, wo er den Trainer schon länger kennt. Dort konnte Stankovic die komplette Vorrunde mitbestreiten, da die Schweiz die Beachsoccer-Weltmeisterschaft im September verpasst hat. Mit seinen «ungefähr 35 Toren» (Zitat Stankovic) war der 28-Jährige eine furchteinflössende Waffe für Mladost und einer der Grundsteine für die frühe Promotion.

Früh den Profifussball aufgegeben

Obwohl Stankovic in der Rückrunde aufgrund der Beachsoccer-Saison einige Spiele verpasst hat, kommt das Kraftpaket auf einen beeindruckenden Schnitt von über drei Toren pro Spiel. Dies belegt, dass es der Beachsoccer-Star auch auf grünem Untergrund durchaus drauf hat. Trotzdem hat Stankovic eine Profikarriere als Rasenfussballer früh aufgegeben.

«Ich habe zwar Challenge League gespielt und hätte wohl auch in die Super League wechseln können. Doch ich wollte nicht als Durchschnittskicker irgendwo im Niemandsland versinken», erklärt Stankovic und ergänzt: «Wenn ich darauf zurückblicke, was ich im Beachsoccer alles erreicht habe, was ich alles erleben durfte, dann bereue ich diesen Schritt nicht eine Sekunde.» Den Grund dafür, dass es auf Sand für eine Weltkarriere gereicht hat, sieht der Mann mit dem linken Vorschlaghammer in seiner Physis, welche da besser zur Geltung komme.

Vorfreude auf die 3. Liga

Gänzlich auf das (nicht immer) saftige Grün in der Region will Stankovic aber nicht verzichten. So freut sich «Deki» nicht nur auf die Aufstiegsfeier mit seinen Kollegen, sondern auch bereits auf die 3. Liga. Seine Gegner dort werden, spätestens beim Blick auf sein diesjähriges Tor-Konto, sicherlich neue Fans der Schweizer Beachsoccer Nationalmannschaft.

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