Turnierdirektor Freddy Blatter staunte nicht schlecht, als er Mitte Januar erstmals die Liste der Anmeldungen für die 4. Ausgabe des Tennis Pro-Open Aargau studierte.

Mehr als 700 Spieler hatten sich für das Turnier angemeldet – so viele wie noch nie zuvor. Effektiv teilnehmen können jedoch nur deren 48. «Das Interesse der Spieler an unserem Turnier ist natürlich grossartig und freut uns sehr», so Freddy Blatter.

Rekord-Anmeldungen 

Doch nicht nur die Rekord-Anmeldungen geben Anlass zur Freude, sondern auch das Niveau der gemeldeten Spieler. «Die Dichte ist noch einmal höher als im Vorjahr. Das heisst, die Zuschauer werden definitiv schon ab der ersten Runde hochklassigen Tennissport zu sehen bekommen», sagt Blatter.

Ein Beweis dafür liefert die Tatsache, dass Vorjahresfinalist Jakub Paul zwei Wochen vor Turnierbeginn noch nicht definitiv im Hauptfeld steht, sondern noch auf eine Wild Card oder Absagen seiner Konkurrenten hoffen muss. Ansonsten muss der Churer den Umweg via Qualifikation nehmen.

Premiere für Kym

Paul ist einer von drei oder allenfalls gar vier Spielern, die am Wochenende vor dem Tennis Pro-Open Aargau in Biel die Davis Cup Partie gegen Russland bestreiten, ehe sie nach Oberentfelden kommen.

Neben Paul wird Sandro Ehrat in Oberentfelden aufschlagen und auch Youngster Jérôme Kym, der aufgrund seiner starken Leistungen erstmals von Davis Cup Captain Severin Lüthi aufgeboten wurde, ist für das Tennis Pro-Open Aargau gemeldet. Für den 15-jährigen Aargauer wird es die Premiere auf der Profistufe sein.

Chance wichtige ATP-Punkte zu sammeln 

Marc-Andrea Hüsler wäre der vierte Davis Cup Crack, der in Oberentfelden auflaufen könnte. Seine Teilnahme steht jedoch noch nicht definitiv fest, denn noch hofft der 22-Jährige darauf, dass er beim zeitgleich stattfindenden und höher dotierten Turnier in Budapest teilnehmen kann.

Sollte Hüsler in Oberentfelden spielen, wären alle Schweizer Davis Cup Spieler ausser Henri Laaksonen am Tennis Pro-Open Aargau mit dabei. «Das würde uns natürlich sehr freuen, denn wir organisieren das Turnier ja nicht zuletzt für die Schweizer Tennisprofis. Sie sollen die Chancen erhalten, im eigenen Land wichtige ATP-Punkte zu sammeln», so Blatter.

Tolle Organisation

Gemeinsam mit seinem Team wird Freddy Blatter auch in diesem Jahr wieder keinen Aufwand scheuen, um den Spielern und Zuschauern eine unvergessliche Turnierwoche zu bereiten. Bereits ab dem ersten Turniertag wird eine Zuschauertribüne mit bestem Blick auf den Center Court aufgebaut, jeden Abend wird um 19 Uhr ein Night Session Match angesetzt und der Final wird nicht nur mit einem Stuhlschiedsrichter, sondern auch mit Linienrichtern und Ballkids ausgetragen.

«Was die Organisation anbelangt, bewegen wir uns mittlerweile fast auf Augenhöhe mit den Challenger-Turnieren, die eine Stufe höher angesiedelt sind als unser Turnier. Vielleicht ist das mit ein Grund, weshalb wir in diesem Jahr so viele Anmeldungen hatten», sagt Blatter. Zudem wird am Mittwoch 6. Februar die erste Mannschaft des FC Baden zu Gast sein und das Geschehen auf dem Center Court aus nächster Nähe verfolgen.

Swiss Junior Trophy 

Am Sonntag um 11.15 Uhr, kurz vor dem grossen Finalspiel, findet in der Tennishalle in Oberentfelden ein «Demo-Training» der Kids Tennis High School statt. In der Tennisschule aarau-WEST wird seit wenigen Monaten mit dem Nachwuchsförderkonzept von Swiss Tennis gearbeitet.

Apropos Nachwuchs: In dieser Woche findet in Oberentfelden die 10. Ausgabe der Swiss Junior Trophy statt. Beim internationalen Juniorenturnier können die regionalen und nationalen Nachwuchstalente erste Erfahrungen auf internationalem Parkett sammeln. Am Freitag werden die Halbfinals und am Sonntag die Finals ausgetragen.