Denn auch Amriswil war dank zwei Siegen in der Romandie wieder im Medaillen-Rennen. Zudem endete die erste Begegnung in der Finalrunde extrem knapp zugunsten des TVS und war entsprechend mit Emotionen geladen, bekamen doch beide Trainer die Rote Karte zu sehen. Der grosse Druck wurde den Schönenwerdern gestern zum Verhängnis.

Obwohl sie zu Beginn des ersten Satzes mit den Ostschweizern auf Augenhöhe spielten, brach die Leistung zum zweiten technischen Timeout zunehmend ein. Diese Schwäche wusste Amriswil zu nutzen und Sinotti läutete nach zahlreichen Punkten mit einem Service-Winner die Money-Time ein. Trotz Wechsel, zwei Auszeiten und zwei abgewehrten Satzbällen konnte der TVS das Blatt nicht mehr wenden und gab den Umgang mit 24:26 ab.

Noch fataler als dieser Satzverlust war der Einstieg in den zweiten Durchgang. Der Schönenwerder-Block war entweder falsch platziert oder ganz abwesend, wodurch die Ostschweizer Angreifer ein leichtes Spiel hatten. Angeführt vom Zugpferd Renovica punkteten die Amriswiler praktisch ungehindert zum ersten technischen Timeout, und auch in der Folge konnten die Gastgeber die Führung wahren, ja ausbauen.

Fall auf Rang 5

25:20 hiess es am Ende für Amriswil, ehe Schönenwerd in Satz drei endlich über längere Zeit mit dem starkaufspielenden Gegner mithalten konnte. Zwei Service-Winner von Giger zum 8:8 brachte die Niederämter zurück ins Spiel, ehe Korzenevics nachlegte und die erste Führung für sein Team erspielte.

Durch ein Sideout von Gerber, einen Block von Hänggi und einen harten Schlag von Richards konnte diese sogar noch ausgebaut werden, ehe Renovica Amriswil wieder heranbrachte. Dann brach der TVS ein, was es dem Gegner erlaubte, die Partie zu dominieren. Nach zwei Service-Winnern und einer Finte von Ljubicic nahm das Ganze ein Ende und die Partie ging nicht unverdient an die Ostschweizer.

Schönenwerd fällt durch diese Niederlage auf den undankbaren 5. Rang zurück. Um noch einen Anwärter für die Bronze-Medaille zu sein, können sich die Schönenwerder keinen Fauxpas mehr leisten und müssen die Leistung in den zwei letzten Spielen gegen Lausanne und Chênois deutlich steigern.

Amriswil – Schönenwerd 3:0 (26:24, 25:20, 25:19)
Sporthalle Tellenfeld, Amriswil. – 475 Zuschauer. – SR: Tschrischnig/ Sikanjic.
Amriswil: Walzer, Renovica, Trevisan, Ljubicic (Captain), Hanik, Sinotti, Samardzic (Libero); Bär, Brändli, Rasing, Tomasik, Wetzel. – Coach: Bettello, Bär.
Schönenwerd: Schnider (Captain,) Korzenevics, Richards, Gerber, Hänggi, Giger, Heimgartner (Libero); Dervisaj, Eichenberger, Eichhorn, Hofstede, Müller. – Coach: Dervisaj, Buser.