Ringen
Die RS Freiamt siegt gegen Schattdorf ungefährdet

Die erwartete Reaktion nach der Niederlage gegen Kriessern ist erfolgt: Die Aargauer Ringer holten in der Bachmattenhalle 31:10 Mannschaftspunkte. Im vorletzten Kampf stand Pascal Strebel dem Urner Christen gegenüber und erzielte eine Zweierwertung.

Willi Steffen
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Pascal Strebel erzielt mit der Sirene eine Zweierwertung. zvg

Pascal Strebel erzielt mit der Sirene eine Zweierwertung. zvg

Eine Reaktion der RS Freiamt nach der Kriessern-Niederlage vor zwei Wochen wurde erwartet, eine Reaktion ist auch gekommen. Und wie: Mit 8:2 Siegen und 31:10 Mannschaftspunkten gegen Schattdorf ist diese deutlicher ausgefallen, als man erwarten konnte. Dabei liessen die ersten beide Kämpfe den erwartet harten Fight gegen die Urner erahnen. Nino Trbojevic und Dany Kälin mussten sich ihren Gegnern beugen und handelten einen 1:8-Rückstand ein.

Spektakel in der Bachmattenhalle

Was jetzt kam, war Kampfsportspektakel pur. Nun brachen in der Bachmattenhalle alle Dämme und die Aargauer gestanden den Urnern in der Folge nur noch zwei Mannschaftspunkte zu. Auslöser war der 16-jährige Michael Bucher mit dem Sieg gegen den amtierenden Schweizer Meister Sven Gamma. Schon zu Beginn der zweiten Runde lag Bucher mit 6:0-Punkten vorne. Eine halbe Minute später machte er den Sack endgültig zu und schulterte den Urner. Danach gewann Pascal Gurtner kampflos.

Die Gala ist noch nicht vorbei

Vom starken Auftritt Buchers angestachelt, brachten Randy Vock und Roman Zurfluh die Heimmannschaft in der Folge entscheidend in Führung. Vock punktete Adrian Schuler aus und Zurfluh machte mit Bence Dvorak kurzen Prozess und schulterte ihn. Jetzt führte Freiamt mit 17:8. Die Gala war aber noch nicht vorbei. Reto Stadelmann und Yannick Klausner erhöhten danach auf 24:9. Klausner landete dabei gegen Pascal Gisler schon den zweiten Schultersieg für die Gastgeber.

Zweierwertung mit der Sirene

An Spannung kaum zu überbieten, war der vorletzte Kampf. Pascal Strebel stand dem starken Nicolas Christen gegenüber. Der Aristauer liess sich dabei von einem 1:4-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und verkürzte nach vier Kampfminuten auf 3:4. Wenige Sekunden vor Schluss setzte er noch einmal zu einem Angriff an. Dabei erzielte er praktisch mit der Sirene eine Zweierwertung. Das Publikum in der Bachmattenhalle war nun nicht mehr zu halten und feierte seinen Olympioniken frenetisch.

Trainer ist erleichtert

Nicht weniger laut wurde es, als Nicolas Küng seinen zweiten Kampf für Freiamt, nach langer Verletzungspause, durch technische Überlegenheit vorzeitig beendete. Dem Freiamt-Trainer Thomas Murer war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: «Eigentlich musste ich nach der Kriessern-Niederlage nichts mehr sagen: Die Ringer haben selber gemerkt, dass die Einstellung schlecht war», sagte er.

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