Eidgenössisches Turnfest
Die «Pink Ladies» holen den Turnfestsieg

Aerobic Pamela Wehrli, Chantal Buchser, Marina Brugger und Anja Kolly vom STV Unterkulm waren in der Team-Aerobic eine Klasse für sich. Weil die Bühne nach dem Sturm des Vortags noch nicht bereit war, mussten die Aargauerinnen vier Stunden warten.

Martin Arnold
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Fehlerfrei und elegant war die Darbietung der Unterkulmerinnen. MAR

Fehlerfrei und elegant war die Darbietung der Unterkulmerinnen. MAR

Bevor am Freitag der erste Aerobicschritt gemacht wurde, waren vier Stunden Warten angesagt. Die Bühne war nach dem Sturm noch nicht bereit. «Die Motivation war im Keller», erzählt Chantal Buchser.

«Wir wussten nicht einmal, ob der Wettkampf überhaupt stattfindet.» Das Warten strapazierte die Nerven. «Wir schauten Geräteturnen, um uns abzulenken.»

Die vier Athletinnen – sie nennen sich die «Pink Ladies» – kamen mit einem klaren Ziel ans Turnfest: «Keine Frage, als Schweizer Meister muss man den Turnfestsieg als Ziel haben.» Was ist ihre Stärke?

Fehlerfrei und elegant war die Darbietung der Unterkulmerinnen.
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Fabienne Weber, Jessica Kappeler und Michèle Keller von Eien-Kleindöttingen
Fabienne Weber, Jessica Kappeler und Michèle Keller von Eien-Kleindöttingen
Sandra Hotz und Denise Wenger aus Lenzburg
Sandra Hotz und Denise Wenger aus Lenzburg

Fehlerfrei und elegant war die Darbietung der Unterkulmerinnen.

mar

Marina Brugger erklärt: «Es ist unsere Technik, die gute Ausführung. Wir haben extra eine Trainerin, die auf die richtige Schritttechnik schaut.» Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Darbietung war fehlerfrei.

Sie tanzten elegant und kraftvoll, die Schritte waren sauber und die Hebefiguren ohne Wackler. Der souveräne Turnfestsieg war die logische Konsequenz. «Wir haben unser Ziel erreicht. Wir sind einfach nur noch glücklich.»

Das zweite Aargauer Team stellten Fabienne Weber, Jessica Kappeler und Michèle Keller von Eien-Kleindöttingen. «Wir sind sehr zufrieden. Eine Standwaage hat gewackelt, der Rest war sehr gut», analysiert die 18-jährige Weber das Programm.

«Wir haben die anderen Vereine angeschaut und wurden wahnsinnig nervös. Vor allem wegen starken, unbekannten Teams.» Genau ein solches Team stand den jungen Aargauerinnen vor der Sonne.

Vier Männer aus Oberschan (SG) drängten sich in der Rangliste noch vor sie. Kappeler war enttäuscht und wurde von Siegerin Brugger getröstet: Eine Medaille war das Ziel des jungen Teams und dieses haben sie erreicht.

Das dritte Aerobic-Team mit Medaillenchancen waren Sandra Hotz und Denise Wenger aus Lenzburg. Erst seit Oktober in der Disziplin Paar-Aerobic sind sie bereits die Nummer vier der Schweiz.

Hotz nach ihrem Auftritt: «Wir haben unser Programm dieses Jahr umgestellt und eine schnellere Musik gewählt. Unser Ziel war eine Steigerung im Vergleich zur SM.» Am Schluss war es wieder der vierte Rang. Aufs Podest fehlten lediglich zwei Hundertstel.