Handball
Die Partie dauerte für Suhr Aarau vier Sekunden zu lange

Erst kurz vor Schluss konnte GC Amicitia Zürich zum 25:25 gegen Suhr Aarau ausgleichen. Hätte das Spiel gegen GC Amicitia Zürich vier Sekunden weniger lange gedauert, wäre der HSC als Sieger vom Feld gegangen.

Pia Schüpbach
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Suhrs Mark Schelbert (oben) gegen Daniel Fellmann.

Suhrs Mark Schelbert (oben) gegen Daniel Fellmann.

Aargauer Zeitung

Zwar holte der HSC Suhr Aarau nach vier Niederlagen wieder einmal Punkte. Und doch strahlte am Ende keiner der Aargauer Spieler. Denn hätte das Spiel gegen GC Amicitia Zürich vier Sekunden weniger lange gedauert, wäre der HSC als Sieger vom Feld gegangen. «Das Tüpfli auf dem i wäre gewesen, wenn ich den letzten Ball gehalten hätte», sagte Torhüter Tobias Wipf. Er hatte eine glänzende Partie und 13 Paraden gezeigt.

Für einmal hat der HSC auch defensiv gut gespielt. Tatsächlich blieben die Zürcher immer mal wieder in der Abwehr hängen. Mit der Leistung im Angriff ist der Torhüter indes nicht zufrieden. «In der ersten Hälfte war das ungenügend.» Zwar führte der HSC 2:1, danach ging aber vorne 11 Minuten lang nichts mehr. Die Zürcher zogen davon. Hätte nicht Wipf hinten ab und zu ein paar Schüsse pariert, hätte GC Amicitia Zürich nach der Hälfte mit mehr als 12:9 geführt. Dabei hatte der HSC-Fanklub seine Spieler unermüdlich vorwärtsgetrieben.

Stalder-Time nach der Pause

Die Trommler, Paukenschläger und Trompeter sorgten auch nach der Pause für die Musik. Nun taten es ihnen aber die Spieler gleich. Nachdem sie zuerst zwei Penaltys verschossen hatten, fielen plötzlich die Tore für den HSC. Die Aargauer glichen nicht nur aus, Thomas Stalder brachte sein Team neun Minuten vor Schluss ein erstes Mal in Führung. Überhaupt war er es, der sich in entscheidenden Situationen ein Herz fasste, schoss und traf. In der zweiten Hälfte steuerte er fünf Treffer bei. Entscheidend kam der HSC trotzdem nicht weg.

Wie gross der Wille der Aargauer war, endlich wieder einmal zwei Punkte zu holen, zeigte Jonas Affentranger in einer Aktion. Er stürmte vorwärts, als stünden keine Gegner dort und, versenkte den Ball im Tor. Genauso engagiert gingen seine Kollegen zur Sache. Noch einmal brachte Stalder den HSC mit 25:24 in Führung. Doch das reichte nicht für ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Denn vier Sekunden vor Schluss konnte der beste Zürcher Skorer, Vaidas Klimciauskas, zum 25:25 ausgleichen. Für Tobias Wipf ist der eine Punkt ein verlorener Punkt. «Ich bin sehr enttäuscht, dass wir den Sieg noch hergeben mussten.»