Challenge League

Die Offensivabteilung des FC Aarau ist weiterhin ein laues Lüftchen

Coach Bordoli sieht im FCA-Sturm wenige Aktionen, die ihn glücklich stimmen.

Coach Bordoli sieht im FCA-Sturm wenige Aktionen, die ihn glücklich stimmen.

Der FC Aarau tut sich beim torlosen Unentschieden in einem Testspiel gegen den FC Thun einmal mehr in der Offensive schwer. Die Bordoli-Elf darf sich glücklich schätzen, dass es Thun an der Kaltblütigkeit mangelte.

Ein Blick auf den bisherigen Saisonverlauf offenbart einige Parallelen zwischen den Vorletzten in ihrer jeweiligen Liga – sowohl Aarau als auch Thun sind mit hohen Ansprüchen in die neue Spielzeit gestartet und finden sich nach unbefriedigenden Ergebnissen nun am Tabellenende wieder. Dabei bewahrte sie jeweils nur das bessere Torverhältnis vor der zweifelhaften Ehre, mit der roten Laterne in die aktuelle Länderspielpause zu gehen. In Thun wurde dieser Fehlstart mit einem Trainerwechsel quittiert. Gestern stand Jeff Saibene erstmals nach seiner Rückkehr ins Berner Oberland wieder an der Seitenlinie.

Kaum gelungene Offensivaktionen

Hingegen präferierten die Verantwortlichen beim FC Aarau trotz verschiedenen Nebengeräuschen ein Festhalten an ihrem Cheftrainer Livio Bordoli, dessen Schützlinge auch im gestrigen Testspiel mit altbekannten Problemen zu kämpfen hatten.

In einem engen Defensivkorsett gefangen, wusste sich Aarau nur allzu selten mit gelungenen Angriffen in Szene zu setzen. Einmal mehr standen individuelle Aktionen über einem sauberen Kombinationsfussball als Kollektiv – selbst auf einer künstlichen Unterlage. Dabei fehlte es vor allem an der Bewegung im Spielaufbau und an der Entschlossenheit im gegnerischen Strafraum – umso bezeichnender, dass die grösste Torchance durch Sliskovic aus kürzester Distanz am Pfosten endete.

Macht dieses Spiel Sinn?

Ansonsten durfte sich die Bordoli-Elf glücklich schätzen, dass es Thun ebenfalls in vielen Situationen an der nötigen Kaltblütigkeit im Abschluss mangelte – als Sinnbild für einen Tabellenvorletzten. In der 38. Minute etwa zog Munsy gar alleine auf den Aarauer Torhüter Deana los, brachte den Ball aber nicht am stark agierenden Schlussmann vorbei.

Erst in der Schlussphase zeigte sich auch der FCA in der Offensive mutiger, wodurch sich der Eindruck einer lästigen Pflichtübung jedoch nicht mehr abschütteln liess. Thun wurde in der 90. Spielminute beinahe mit dem Siegtreffer belohnt. Buess scheiterte jedoch im Fünfmeterraum an Deana.

Überhaupt muss die Sinnhaftigkeit eines weiteren Testspiels – nur rund 40 Stunden nach einem 3:1-Sieg über die Schweizer U20-Nationalmannschaft – infrage gestellt werden. In einer Phase der Regeneration wird die Mannschaft, welche schon einige angeschlagene Spieler zu beklagen hat, mit einem Vergleich auf Kunstrasen nur zusätzlich belastet.

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