Es ist die Crème de la Crème der europäischen Faustballvereine, die sich am kommenden Wochenende beim Hallen Europapokal-Turnier im österreichischen Freistadt trifft. Grosser Titelfavorit ist auch in diesem Jahr der Titelverteidiger TSV Pfungstadt, aber auch Gastgeber Union Compact Freistadt und VfK 01 Berlin wollen im Kampf um die Medaillen ein Wörtchen mitreden.

Und mittendrin ist auch der STV Oberentfelden, der dank seinem überraschenden Meistertitel im letzten Februar die Schweizer Farben vertreten darf.

Das Team von Trainer Christian Zbinden trifft allerdings bereits im Halbfinalspiel vom Freitag auf den TSV Pfungstadt. Ein sehr schwieriges Los. «Wir sind ganz klarer Aussenseiter in diesem Duell. Pfungstadt spielt enorm stark, ist gerade im Angriff und am Block überragend und hat in der laufenden Meisterschaft in Deutschland noch keinen einzigen Satz verloren», so Christian Zbinden.

Der STV Oberentfelden - im Bild Reto Hunziker - trifft im Halbfinal auf den deutschen Titelfavoriten Pfungstadt.

Der STV Oberentfelden - im Bild Reto Hunziker - trifft im Halbfinal auf den deutschen Titelfavoriten Pfungstadt.

Dennoch werden die Oberentfelder alles in die Waagschale werfen, um dem grossen Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen. «Wir werden versuchen, frech aufzuspielen und hoffen auf einen Lucky Punch. Aber wir müssen auch realistisch bleiben: Wenn wir gegen Pfungstadt einen Satz gewinnen, wäre das eine super Leistung», sagt Zbinden.

Körperlich noch nicht in Bestform

Die Oberentfelder werden mit neun Spielern nach Österreich reisen. Mit dabei sind auch Dominik Gugerli und Brian Häfliger, die in der Meistersaison für das Fanionteam gespielt haben, in der laufenden Meisterschaft aus Zeitgründen aber in der zweiten Equipe mitmischen.

Die Vorbereitung auf das internationale Kräftemessen fiel für die Oberentfelder allerdings sehr kurz aus. Dies weil die Mannschaft über die Festtage die Halle nicht nutzen konnte und die Spieler daher vorwiegend individuell trainieren mussten. «Die Vorbereitung belief sich auf ein Minimum, aber das war ok, denn wir hatten einige Spieler, die körperlich angeschlagen waren», so Zbinden.

Der Mann an der Seitenlinie bleibt denn auch bei der Zielsetzung für das Europapokal-Turnier realistisch. «Wir werden versuchen, das Maximum herauszuholen. Vor allem körperlich sind wir aber noch nicht dort, wo wir gerne wären. Von daher wäre es vermessen zu sagen, dass wir eine Medaille zum Ziel haben. Sollte es am Ende trotzdem reichen, wäre das eine riesen Leistung.»

Weitere Informationen finden Sie unter: www.faustballcenter.ch