Für die Männer des STV Oberentfelden, die im letzten Februar überraschend den Schweizer Meistertitel gewonnen hatten, war der Auftritt am EFA Champions Cup – dem Turnier der stärksten Clubmannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – eine wichtige Standortbestimmung vor der entscheidenden Phase in der heimischen Meisterschaft.

Und diese Standortbestimmung hat dem Team von Trainer Christian Zbinden klar die Limiten aufgezeigt: Um auf internationalem Niveau mithalten zu können, müssen die Oberentfelder insbesondere beim Service zulegen. «Wir haben es kaum je geschafft, den Service weg zubringen. Wir haben zu harmlos und mit zu wenig Mut zum Risiko aufgeschlagen. Das reicht im internationalen Vergleich einfach nicht», sagt Zbinden.

Im Halbfinalspiel gegen den grossen Favoriten TSV Pfungstadt zeigten die Oberentfelder dennoch eine ansprechende Leistung. Der klare Aussenseiter konnte mit 10:8 vorlegen und erspielte sich insgesamt drei Satzbälle. Nutzen konnten die Oberentfelder aber keinen.

Der STV Oberentfelden - im Bild Kevin Hagen - konnte am EFA Champions Cup in Österreich keinen Exploit landen.

Der STV Oberentfelden - im Bild Kevin Hagen - konnte am EFA Champions Cup in Österreich keinen Exploit landen.

Und so war es am Ende der derzeitige Szenenkrösus aus Deutschland, der mit 4:0-Sätzen (13:11, 11:6, 11:6, 11:7) gewinnen konnte. Dennoch war Zbinden mit dem Auftritt seiner Equipe zufrieden. «Wir haben solid gespielt und vor allem in den ersten beiden Sätzen gut mitgehalten. Schade ist natürlich, dass wir den ersten Durchgang nicht gewinnen konnten. Das war schon ärgerlich.»

Entscheidende Wochen stehen bevor

Im Spiel um die Bronzemedaille gegen VfK 1901 Berlin verpasste der STV Oberentfelden am zweiten Tag des internationalen Wettbewerbs einen Exploit. Die Deutschen zeigten eine gute Leistung und rehabilitierten sich damit für den schwachen Auftritt am Vortag.

Die Oberentfelder konnten dagegen nicht mehr an die Leistung vom Pfungstadt-Spiel anknüpfen und verloren die Partie mit 1:4 (6:11, 4:11, 11:4, 4:11, 4:11). «Berlin war einfach stärker. Wir hatten eigentlich nie eine richtige Chance, da es kaum Ballwechsel gab», analysierte Zbinden den Auftritt seiner Mannschaft, die damit im östereichischen Freistadt ohne Medaille blieb.

Dennoch waren die beiden Spiele wichtig als Vorbereitung im Hinblick auf die beiden Meisterschaftsrunden vom kommenden Wochenende. Dann geht es nämlich für die derzeit auf Rang drei klassierten Oberentfelder um die Qualifikation für den Finalevent. «Die nächsten Wochen sind entscheidend für uns. Wenn wir uns für den Finalevent qualifizieren und dort unseren Titel verteidigen wollen, dann muss jeder einzelne Spieler mehr machen und noch etwas bewusster und härter trainieren. Das haben wir an diesem Wochenende deutlich gesehen», sagt Zbinden.

Am nächsten Samstag spielt der STV Oberentfelden am fünften NLA-Spieltag gegen Wigoltingen, ehe am Sonntag zum Abschluss der Qualifikation die Duelle gegen Tabellenführer Diepoldsau und Schlusslicht Jona anstehen.