Challenge League

«Die Niederlage tut weh» – Eine Lehrstunde für den FC Aarau

Der FC Aarau verliert gegen Lausanne gleich mit 1:5.

Der FC Aarau verliert gegen Lausanne gleich mit 1:5.

Das Team von Patrick Rahmen verliert beim Leader Lausanne 1:5 und kassiert die dritte Meisterschaftsniederlage in Folge.

3:0 in Chiasso, 6:0 gegen Winterthur und 4:0 gegen Kriens! Die drei Resultate von Lausanne vor dem Heimspiel gegen den FC Aarau liessen aufhorchen. Entsprechend selbstbewusst gingen die Waadtländer gegen die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen ans Werk. Und weil Lausanne nach der Pause ein regelrechtes Feuerwerk zündete und den Gegner an eine Wand spielte, ist der 5:1-Sieg hoch verdient. Ohne die eine oder andere Glanzparade von FCA-Torhüter Nicholas Ammeter wäre der Erfolg des Tabellenführers der Challenge League noch höher ausgefallen.

Lausanne legte also von Beginn an los wie die Feuerwehr und hätte schon zur Pause höher als 1:0 führen können. Den Führungstreffer erzielte Joël Geissmann nach einem Corner von Stjepan Kukuruzovic. Der junge Mann aus Hägglingen entwischte im Rücken von Raoul Giger und liess FCA-Torhüter Nicholas Ammeter mit einem präzisen Kopfball aus sechs Metern keine Abwehrchance. Der Torerfolg kurz vor der Pause war insofern wegweisend für den weiteren Verlauf des Spiels, als dass die Aarauer zu einer Reaktion gezwungen waren, offensiver spielten und dem Gegner damit Räume für Konter boten. Die logische Folge waren die Treffer von Aldin Turkes, Nikola Boranijasevic und Andi Zeqiri (2).

«Die Niederlage tut weh.»

Hielt der FC Aarau in der ersten Halbzeit noch gut dagegen, wurde er in der zweiten Hälfte überrollt. Die Qualität von Lausanne ist das Eine, aber wie sich der Barrage-Teilnehmer der letzten Saison nach dem Wechsel vorführen liess, gibt zu denken. Die Mannschaft von Trainer Giorgio Contini konnte schalten und walten wie sie wollte und kam zwischen der 50. Und 60. Minute zu Möglichkeiten im Minutentakt. „Lausanne ist für mich das Team der Stunde“, sagte FCA-Trainer Rahmen.

„Die Niederlage tut weh. Trotzdem bin ich sicher, dass wir auf die Erfolgsspur zurückfinden.“ Nach der dritten Niederlage in Folge ist klar: Der Druck auf den Trainer und die Spieler wächst. Eine Woche vor dem Heimspiel gegen Wil muss man aus Sicht des FC Aarau von einem Fehlstart in die Saison sprechen. Die Ausbeute von vier Punkten aus fünf Spielen entspricht nicht den Erwartungen.

Sie ist aber auch die Folge des Qualitätsverlusts im Vergleich zur letzten Saison. Schwer wiegen vor allem die Abgänge von Abwehrchef Nicolas Bürgy und Linksverteidiger Linus Obexer. Sie wurden nicht ersetzt. Die Stabilität in der Viererabwehrkette ist verloren gegangen. Und dafür erhält der FC Aarau gegen ein zugegebenermassen sackstarkes Lausanne die Quittung.

Autor

Ruedi Kuhn

Ruedi Kuhn

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