Sportförderung

Die Kassen der Sportler beginnen dank Crowdfunding jetzt zu klingeln

Von der Plattform von Mike Kurt (l.) und Fabian Kauter profitieren auch regionale Sportler wie Benjamin Steffen oder Daniela Wüthrich.Anderegg

Von der Plattform von Mike Kurt (l.) und Fabian Kauter profitieren auch regionale Sportler wie Benjamin Steffen oder Daniela Wüthrich.Anderegg

Die Plattform www.ibelieveinyou.ch, die von Kanut Mike Kurt und Fechter Fabian Kauter ins Leben gerufen wurde, hat einen starken Start hingelegt. Nach 100 Tagen sind 25 Projekte abgeschlossen. Auch dasjenige des jungen Aargauer Curling-Teams.

Seit rund 100 Tagen gibt es die Crowdfunding-Plattform www.ibelieveinyou.ch. Betrieben wird die Website von den beiden Spitzensportlern Mike Kurt und Fabian Kauter. Dem dreifachen Olympia-Teilnehmer und Vize-Europameister im Wildwasser-Kanuslalom und dem mehrfachen Team-Europameister und London-Starter im Degenfechten also.

Sportler und Vereine jeglicher Konvenienz und jeden Niveaus können auf der Plattform ihr Projekt per Video, Bild und Beschrieb vorstellen und Geld dafür sammeln. Hinz und Kunz hat dann die Möglichkeit, sich bei Sympathie mit Mikro- bis Makrobeiträgen zu beteiligen. Dafür erhalten sie ein Gegengeschenk.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

«Es hat sich gezeigt, dass diejenigen, die sich um den Erfolg ihres Projektes bemühen, oft auch erfolgreich sind», sagt Kurt. Wer dagegen denke, es reiche aus, sein Projekt auf der Seite zu platzieren, dann würde die Kohle fliessen, habe einen schwereren Stand.

«Unsere erste Regel heisst: www.ibelieveinyou.ch ist kein Selbstläufer», so Kurt. Aktiv können die Sportler vorab punkto Werbung werden. Sei es via Social Media, Flyer, Mundpropaganda usw. – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Nur bei Erfolg fliesst Geld

Bei vielen Projekten würde sich nach einem Anfangshoch eine Stagnation einstellen, hält Kurt fest. Gegen Ende sei dann oft noch ein Schub zu beobachten. Denn: Geld wird den Gönnern nur dann belastet, wenn das Projekt 100 Prozent erfolgreich ist – die Zielsumme erreicht wird. Ansonsten fliesst kein Rappen, selbst wenn nur ein einziger gefehlt hätte.

«Das ist die technische Herausforderung für uns», sagt Kurt. Da viele Projekte eine Laufzeit von 100 Tagen haben, werden viele erst dieser Tage abgerechnet: «Für uns geht es jetzt darum, die Bestätigung zu erhalten, dass die ganze Administration reibungslos klappt.» Im Hinblick auch darauf, und danach sieht es aus, dass die Zahl sukzessive zunimmt.

Neue Projekte werden aufgeschaltet

In den nächsten Tagen werden etliche neue Projekte im Hinblick auf Sotschi aufgeschaltet. Generell stammt ein Grossteil von Topsportlern. Obwohl die Seite allen, jedem Hobby-Kicker und Freizeit-Hockeychnebeler, offensteht.

«Es ist uns sogar ein grosses Anliegen, dass sich viel mehr Sportlerinnen und Sportler und Vereine aus dem Hobby- und Freizeitbereich melden», so Kurt. Bloss, weil er und Kauter Spitzensportler seien, heisse das nicht, dass sich alle anderen, die sich nicht auf diesem Level bewegten oder dieses anstrebten, nicht melden dürften. Schliesslich kann ein Fussball-Drittligist oder ein Faustball-Zweitligist genauso gut und genauso berechtigt 5000 Franken für ein Trainingslager sammeln wie irgendein Olympia-Starter.

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