Erfreulich der erste Einsatz von Lars Mallien, der in der zweiten Halbzeit seine Aufgabe gut meisterte. Erfreulich auch die tolle Zuschauerkulisse, die unermüdlich die beiden Teams unterstützten.

Der TV Endingen startete stark und sicher, die Spieler zeigten keine Hemmungen und konnten ausgeglichen mithalten. Druck von allen Positionen war vorhanden und so hätte es weiter gehen können.

Doch die Gäste aus Schaffhausen hatten ihre Taktik zum Hinspiel geändert, die erste Garde stand von Beginn an auf dem Platz und hatte sich nach knapp zehn Minuten warm gespielt. Die Kadetten nutzten die erste kleine Schwächephase der Gastgeber und zogen schnell und schnörkellos mit einem vier Torevorsprung weg.

Reaktionsschnelles Coaching

Trainer Pejkovic reagierte prompt mit einem Teamtimeout. Er motivierte seine Mannschaft von neuem. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass den Endingern in der Folge während knapp fünf Minuten kein einziger Treffer gelingt.

Gal Adamcic löste die Blockade mit einem überraschenden Schuss aus der zweiten Reihe. Dieses kleine Aufbäumen war kein Mittel gegen den top aufspielenden Torhüter Kindle, der dem Endinger Angriff ein ums andere Mal die Zähne zog.

Gute Einzelleistungen – seltene Spielzüge

Die Endinger gaben nicht auf, spielten nach ihren Möglichkeiten konzentriert weiter. Armin Sarac zeigte sich vom Flügel aus erfolgreich und Dennis Grana parierte einen Strafwurf bravurös.

Simon Wittlin konnte sich am Kreis immer wieder in Szene setzen. Vor der Pause gelangen tolle, erfolgreiche Einzelleistungen, doch die gegnerische Abwehr reagierte schnell, verschob konsequent und die Endinger fanden wieder keine Schlupflöcher.

«Gut gebrüllt Simon» – das konnten sich die Fans denken, als die Kadetten in Unterzahl bis zur Pause antreten mussten. Die Endinger nutzten ihre Überzahlsituation zur Schadensbegrenzung und hielten die Tordifferenz zum Pausenstand von 12:19.

Kadetten im Gegenstossrausch

Nach der Pause startete der TV Endingen frisch und weiterhin beherzt, er fand aber kein wirklich greifendes Rezept, um die Schaffhauser Deckung zu durchlöchern. Die Ballverluste häuften sich und die Kadetten nutzten ihre Gelegenheiten mit schnellem Umschaltspiel. Der Ball ging pfeilschnell durch ihre Reihen und so liessen sich im Gegenstoss dem Endinger Keeper keine Chance.

Tolle Fankulisse

Die Endinger gaben sich nicht auf und hielten die Tordifferenz lange auf annehmbaren Niveau. Gegen Spielende waren die Batterien leer, die Torhüter mussten immer öfter hinter sich den Ball aus dem Netz holen und die Ermüdungserscheinungen in diesem Abnützungskampf waren unübersehbar.

Die tolle Fankulisse unterstützte das Heimteam bis zur letzten Minute. Mit einem ernüchternden 23:38 verabschiedete sich die Mannschaft. Bereits nächsten Mittwoch werden die Fans wieder ihr Team unterstützen können, dann hat der TV Endingen Pfadi Winterthur zu Gast.